Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1856)
- Date
- 1856-10-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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SK2 S«Ueluu Kührer an die Spitze gestellt haben, um zu zeigen, wie selbst in einem Lande, wo nach dem Ausspruche jenes Talmudisten: „die mesflanische Zeit würde sich von der unfrigen nur durch Aufhören der auf Israel lastenden Knechtschaft unterscheiden" ^'21 N'VQN Mv^ ^2.1 längst jede Klage auS der Synagoge hätte verbannt werden m^e^^ie-^ulch^^ie^. fer Richtung hin so dringend gebotenen Reformen immernoch vergeblich auf ihre Realisirung warten. Hierin haben wir uns zu unserer und aller Freunde des religiösen Fortschrittes innigsten Freude Gottlob geirrt! Seit wir unseren ersten Artikel geschrieben — und vielleicht hat dieser und unser fortwährendes Mahnen an die hier an Gott und den besseren Geist der Zeiten abzutragende Schuld zu diesem günstigen Resultate mitgewirkt — haben die Oberrabbiner Frankreichs zu einer Conferenz sich versammelt, und unter anderen höchst MTWäßigen Beschlüssen, resp. Erklärungen sich auch über die Frage einer Purisicirung der?iutim und LeNedotd im bejahenden Sinne entschieden. ES ist diese Erklärung von großer Tragweite; sie ist von entscheidungsvoller Bedeutung für die Reformbewegung auf liturgischem Gebiete auch in Deutschland. In unserem Nachbarlande Baden hat im vorigen Jahre noch die Piutimfrage unter den Israeliten eine große Gährung hervorgebracht; der Rabbiner zu Mannheim wollte nämlich am Versöhnungstage, in der weisen Absicht, Raum für die Predigten und einen gemessen-würdigen Vortrag der Gebete zu gewinnen, einen Theil jener in Sprache und Inhalt anerkannt ungeeigneten Poetereien abstellen, und wendete sich deßhalv Sittlich an die vorgesetzte Oberbehörde, den großherzoglich israelitischen Ober-Rath zu Carlsruhe. Da nun hat das geistliche Mitglied dieser Behörde, welches, wie unsere Leser sich erinnern werden, bei der Synagogen-Einweihung zu Mannheim so begeisterte Worte über den innig- und einig-religiösen Sinn der dortigen Gemeinde kundgab, sich zu dem verfehlten Schritte hinreißen lassen, dem Regierungs-Commissär, einem Christen, ohne vorherige Berufung der Gesammtbehörde, in seinem abweisenden Refertpte die hebräischen Worte „AlindsAan sckel Israel tora* in den Mund zu legen, und dadurch jede Beseitigung der Ptu-