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Der israelitische Volkslehrer · 1856-09-01 · Heft 9 (September 1856) · page 17

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 9 (September 1856)
Date
1856-09-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Rundschau. ' 259 erklären fich gegen den einzuführenden NsuS von Predigtlectionen, als den herzlichen Erguß hemmend, die eigne Forschung unterdrückend und daS Ansehen des Vortragenden herabsetzend. Wir geben das zu für den tüchtigen Mann; aber die große Mehrzahl der Untüchtigen? — Es bleibt hier wohl nichts übrig, als eine Scheidung unter den bezüglichen Persönlichkeiten vorzunehmen und nach einer vorausgegangenen gewissenhaften und strengen Prüfung Diejenigen zu bestimmen, denen die Abhaltung selbstständiger Vorträge anvertraut werden könne. Denn so wichtig auch der Erwägungsgrund ist, die Verkündigung des GotteSworteS möglichst ausgebreitet zu sehen, so fällt doch noch weit gewichtiger in die Wagschale das Bedenken, das Ansehen der Predigt nicht durch ungeschickte Hände verunstalten nnd herabwürdigen zu lassen. ES freut uns, ans dem neuesten Erlasse der Oberkirchenbehörde zu ersehen, daß diese einfichtSvolle Stelle jenen Modus dem Cultusministerium vorgeschlageir habe. — Vorsängerko nserenzen, um welche die Bittsteller gleichfalls nachsuchten, find, als zweckmäßige Förderungsmittel zur Fortbildung, in Aussicht gestellt. An Lehrern fehlt es in Würiemberg noch immer, indem 5—6 Stellen theils erledigt, theils von christlichen Lehrern provisorisch besetzt find. Eine allgemeine Klage der Gemeinden bildet der Umstand, daß die jüngeren Lehrer im NDkN völlig unerfahren und im Verständniß jüdischer Eregeten geradezu ignorant seien, wenn fie aus dem Seminar kommen, weil dort nur die Ausbildung als Lehrer im Allgemeinen gut bestellt sei, fürs Hebräische aber beinahe Nichts geschehe. Die jüdischen Zöglinge sollten vor oder nach ihrer Seminarzeit l —2 Jahre bei tüchrigen israelitischen Vorsängern und Rabbinern prakttziren und lernen müssen, ehe fie provisorisch verwendet werden. Das Lesen und Verständniß der Mischna. Ka5e!u, viur :c.. überhaupt der leichteren hebräischen Commenrare, Musik und Kenntniß deS alten Ritus und Melodienwesens dürfte dem Lehrer und Vorsänger unentbehrlich sein. (Vollkommen einverstanden! —Möchten edle Reiche aus Israel im Süden Deutschlands ein jüdisches Lehrer-, Vorbeter - und PreL digerseminar begründen helfen — unumLänglich nöthige Institute, d5*?V -^dtlL^V NUN — Wir kommen auch auf diesen wichtigen Punkt demnächst zurück. — Ned.) Von Coblenz ist uns durch Herrn Rabbiner Ben-Israel für die Nothleidenden in Palästina Rthlr. l3.! Sgr.fi. 22. 48 kr. 2 Pf. zur Weiterbeförderung zugegangen, und an die betreffende Stelle befördert worden. — Aus Oesterreich berichtet uns das höchst empfehlenSwerthe Jahrbuch für Ü6l7 von Josef Werthheimer —wir behalten uns die weitere Besprechung vor — manche merkwürdige Fakta. deren Mittlieilung unsere Leser in hohem Grade interessiren wird.—(5in christlicher Land'.virih zu Fu tuet in Mähren, Johann Auqustin Lacke nbauer, vermachte vor mehrere» Jahren ff. 200l), von deren Zinsen je einem, dem Ackerbau sich widmenden jüdischen Knaben ein Grundstück gekauft werden soll. Das iü christliche— nein! menschliche Liebe. — Hieronimus LattiS, ein Jude aus Venedig, hat eine agronomische Entdeckung gemacht, um eine doppelte Reiserute zu erzielen. Sein System ist von dem Vicekönig von Aegypten privilegirt worden und wird bereits auf bedeutenden Gütercomvleren in Aegypten mit großem Erfolge angewendet. — Abraham Rein, ein rühmlich bekannter Oekonom in Ungarn, hat in der BacSka. wo er früher Lehrer war, den Repsban und dadurch den Wohlstand der Umgeqe 5 zu hoher Blüthe gebracht. Er starb wie ein Patriarch gesegnet von Juden und Christen. — Die jüdischen Klempnermeister zu Tobitschau in Mäh:en zeichnen fich durch VI. 22

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