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Der israelitische Volkslehrer · 1856-09-01 · Heft 9 (September 1856) · page 18

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 9 (September 1856)
Date
1856-09-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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.Rundschau. Ii ihre Geschicklichkeit so aus, daß denselben der Vorzug vor ihren christliche« z Kollegen gegeben uud sie mit der Deckung des Kirchthurm es daselbst ^beauftragt wurden —Herr Moses Kallir, ein Mann von edlen Geistes» kund Herzensgaben, ist zum Bürgermeister der Stadt Brody ernannt worden. A—Zwei jüdische Aerzte, die Herren Orr. Pollak und Spitzer, find, der Serstere zum wirklichen Leibarzt des Schah von Perfien, der letztere, früher? Leibarzt des Sultans, zum BotschaftSrathe bei der türkischen Gesandtschaft ßzu Wien ernannt worden. — Der Dichter Frankl erhielt vom Könige von ß Griechenland das Ritterkreuz des Erlöserordens, in Anerkennung seiner literarischen Verdienste.--Gewiß.hocherfreuliche Zeichen voraugeschrittener ß Gesinnung unter unseren christlichen wie jüdischen Brüdern! — Philadelphia. Die Keneseth-Jsrael-Gemeinde dahier, hat sich, wie wir l im Sinai lesen , für die Einführung des Hamburger Tempel-GebetbucheS entschieden, welches Dr. Einhorn, als für ihren gegenwärtigen religiösen Standpunkt passend, in Gemeinschaft mit dem Gebetbuche der Smanu-el-Gemeinde zu New-Dork empfohlen. Letzteres wurde Ersterem hauptsächlich darum nachgestellt, weil ihm nichthebräische Gebete als wesentliche Bestandtheile der Gebetorduung abgehen. Baltimore. — vr. Gabriel Rießer, der wackere Kämpfer für Gewissensfreiheit und namentlich für Emanzipation der Juden, weilte neulich einige Tage in unserer Mitte. Er wird die Rückreise nach Europa nicht vor Ende des laufendem Jahres antreten. — (Sinai.) Neber die Reise des vielverdienten Herrn Albert Cohn nach dem Orient vernehmen wir, ans den, uns von Constantinopel zugegangenen Blättern »l^» pr«88o Ä'orivvt^ und „?ourn»I 6s Oongtantinvxle, «eko äsl'orient," daß derselbe die zuAlerandrien, Cairo, Ierusalem und Consta»,- l iiavpel ercicht«:?» israelitischen Schulen in gutem Zustande getroffen, „indem solche große Fortschritte machten, und sich von Tag zu Tage mehr entwickeln.» — Zu Constantinopel hat Mittwoch, den 20. Juli d. I., ein feierliches Seelengedächtniß zu Ehren der, im orientalischen Kriege gel fattenen, israelitischen Soldaten in der italienischen Synagoge von Galata stattgefunden. Der Seraskier hat zu dieser Ceremonie ein Detachement der kaiserlichen Garde abgeordnet, „und es war wohl das erste Mal, daß man türkische Soldaten die Waffen vor dem Borhange des Gesetzes Moses prasentiren sah." Herr Cohn wohnte der Feierlichkeit gleichfalls bei und entwickelte in einem eindrucksvollen Vortrage den Gedanken, daß Frankrerch in der Gegenwart die Fahne der Humanität vorantrage, wie Israel zu allen Zelten diejenige der Religion vorangetragen habe. — Am 20. besuchte Herr Cohn die hohen Würdenträger der Pforte und dann den Sultan selbst, indem er demselben die innige Dankbarkeit aller Israeliten ausdrückte für die . ihnen im „Hatti-Houmaioun" gewährte Gleichstellung. Der Sultan erwiederte die denkwürdigen Worte, die man gar manchem christlichen Potentaten zum Muster vorhalten dürfte: »ich habe nur meine Schuldigkeit SeHan!"—Bei der während der Anwesenheit deS Herrn Cohn stattgehabten Prüfung und Preise-Vertheilung in der, der Direktion deS Herrn Benedict Braunschweig unterstellten israelitischen Schule zu Constantinopel, hat der Letztgenannte für seine in Betracht der kurzen Zeit um so erstaunenswertheren Leistungen großen Beifall und verdiente Anerkennung ge- Lrndtet. ,

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