Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1856-08-01 · Heft 8 (August 1856) · page 23

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 8 (August 1856)
Date
1856-08-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3129675-3129764-3129773--1670-3131492
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

240 Rundschau. wiffermaßen Ach in den Concurrenten „ein tsstunonwu» p^uxertsti8" ausstellen würde. Ich sage auf sich; denn allerdings hätte man es leicht errathen können, daß bei einem Eoncsurfe sich nicht die größten Capacitäten and Eelebritäten melden werden. Man will übrigens noch nicht ganz die Hoffnung aufgeben und sucht unter dem Reste der Kandidaten, die bei der ersten Wahl unberücksichtigt geblieben find, noch einige heraus*). Es stehen also auf's Neue Gastpredigten in Aussicht. Erst wenn auch die Nachwahl unter den Concurrenten zeigen sollte, daß keiner da ist. den man mit vollem Herzen wählen könnte, dann dürfte zu einer Berufung geschritten werden. ES befindet fich übrigens die Wiener iSrael^ Gemeinde in einem eigenthumlichen Zustande. Es find alle die Dinge, die früher klein und unbedeutend waren, jetzt unverhältnißmäßig groß geworden. Jetzt sollen auch Voltsschulen errichtet werden, nachdem das Ministerium mit aller Vehemenz darauf bestehet. Ich hebe das Wort „Vehemenz" besonders hervor; denn allerdings gibt fich eine Heftigkeit in jenem Erlaffe im Namen des Ministeriums kund, wie man sie sonst hier in officiellen Actenstücken nicht gewöhm ist. — 2ch hoffe, eS wird der Tag kommen, wo man fich überzeugen wird, daß eine jüdische Volksschule wirklich zum Heile der jüdischen Jugend ist. AuS Basel. — Durchreisende mögen nicht versäumen, das interessante RalhhauS fich anzusehen. Für Israeliten hat dasselbe ein besonderes Interesse der hebe. Ausschristen wegen, welche fich an mehreren FreScogemalden befinden. An der Fayade liest man; „ölos. II. 20. ^^1N ILM " ZZti N^v ^d?O-" Es macht einen tiefen Eindruck, beim Eintritt in die freie Schweiz diesen glorreichen Anfang des Dekalogs zu lesen, und Kch von der welterlösenden Idee des Mosaismus durchdringen zu lassen. Die stetesten Völker, sagt Börne, find auch die religiösesten Völker. Die Schweizer fühlen, Wer sie frei gemacht und erhalten. Möchten fie nur auch gegen da^LZolk, dem die Welt jene befreiende Lehre verdankt, in Ertheilung der Freiheit etwas freier, Ii. L. etwas weniger egoistisch sein.— Noch ansprechender für uns ist eine Inschrift, wenn wir in die untere Hallen eingetreten find, links; sie wiederholt die angeführten Worte, mit dem Anfange: "V» ^N^dt " '228 ^dN??' PVP- Der Jsraelite mag allerdings verwundert ausrufen: ,Senvraa lisravl," hier reden fie von Freiheit, wo fie vor nicht langer Zeit gegen die französischen Juden so unfrei, so illiberal verfuhren! — Auf einem anderen FreScogemälde, rechts, befindet fich gleichfalls eine hebräische Inschrift, mehrere herrliche Stellen unserer, auf strenge Gerechtigkeit bafirten Tora, als HSpx) NVN 55*? uvgl. enthaltend. — Leuchte, leuchte weiter, göttliche Moseslehre! ES gibt noch Schluchten ge- . n»g in diesem freien Lande, wo Dein Strahl von Nöthen! — *) TS erbmert «nS diese Tavdidatenpresse «i» veuia verdo — an einen alten geunlthlichea Onkel zur Zeschiba-Zeit in Fürth, der, wenn die erste» Tassen Kaffee getrunken waren, zu seiner Fra» krach; Quetsch' am Srügle! — Er hoffte noch einige spirituelle Tropftn zu «rzielen. —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.