Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 8 (August 1856)
- Date
- 1856-08-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3129675-3129764-3129773--1654-3131476- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
2^ 4»4 M m. Wenn das Gericht einstimmig ihn vemrtheilt." Dieß Wort klingt sonderlich, doch ist es göttlich, Und hohe Menschlichkeit hat es gegeben. Es soll auch den Verbrecher schirmen vor Einseitiger, parteilicher Verdammung: Auftreten muß ein Richter ihm als Anwalt, Damit gewogen sei der Urteilsspruch. — Wer mochte Diesen da vertheidigen? Niemand! Das rettet den Verdammungswürdigen. — Ich bin's, der aufgetreten wider ihn;__ Ich will es sein, der schirmt sein elend Haupt. (Stimmt bei, ihr Richter! und am großen Tage, Da unser Retter Juda Makkabi Einzieht in Davids jubelvolle Stadt, An diesem Tag fließ' auch kein schuldig Blut.) Laßt Menelaus das wurmzerfreß'ne Herz; Stoßt ihn hinaus wie Gift aus unserm Körper — schau' die Auferstehung Israels Zu Ruhm und Freiheit. Dieß sei Straf' genug! Josua. Ihr Richter, theilet ihr die Meinung des Nittai? Die Richter (einstimmig) Ja! Josua. Menelaus, dann sprech' ich Dich Frei von der Todesstraf'! — Sei aus dem Lande Verstoßen? — Kehrst du je zu ihm zurück. Des Volks BlutrLcher wird das Volk dann sein. — (E? wiatt de» GerichtSbotea ih» abj-fuhrea.) Menelaus (beim Weggehe».) Ich opfre einen Hahn dem Aesculap — Das Leben ist gerettet — (Zu des Ze»ge» im Vorbeigehen.) Such treff' ich. — Josua (»» de» Richtern.) Nun, Männer, auf! dem theuren Freund entgegen!