Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 8 (August 1856)
- Date
- 1856-08-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Scene II. Austritt III. 223 Und solchem Gut wer nicht das Leben opfert. Der ist des Lebens und des Gut's nicht Werth. — D'rum, Menelaus, was dich Das Lagt dich dreifach als Verbrecher an! Verräther du an Gott, Gesetz und Volk, Wird deinen Namen einst die Welt brandmarken, Wie diese Männer deinen Leib verdammen. — (Beifälliges Gemurmel von Seiten der Richter und deS entfernter stehenden VolkSj M e ne la «S verhüllt mir beide» Hände» daS Angesicht.) Josua. Was hat der Angeklagte zu erwiedern? (MeuelauS verharret i» 5er bezeichnete» Stellung ) Er schweigt. Sein Schweigen gleicht dem Zugeständniß. — Belastend "hat Nitta! sich erklärt - Will Jemand zu Entlastung sprechen, Richter? — Ihr schweiget Alle,— Laßt zum Spruch uns schreiten! (Er erhebt »ich.) Ich frage euch, vor Gott vereinte Männer, Erkennet ihr den Priestsr Menelaus, Der angeklagt ist des Verraths an Gott, Im Tempel fremden Dienst geübt zu haben, Für schuldig? Die Richter («rheöea sich «ammtlich vnd spreche»:) Schuldig; Josua. Alle stimmen ein. Und so erklär' ich Menelaus für Schuldig! Er soll gesteinigt werden durch das Volk. Menelaus (tufammenbrechead). Weh' mir! Josua. Ihr Boten nlt! ruft's durch die Stadt: Des Götterdienstes angeklagt und schuldig Steht vor den Richtern Menelaus. Ist Jemand, Der ihn vertheid'gen will, der soll erscheinen! Nittai. Halt' ein! Hier ist zu sprechen noch ein Wort. Ein heiliges Gesetz ward überliefert. Das Simon der Gerechte uns gelehrt: "Kein Angeklagter kann getödtet werden,