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Der israelitische Volkslehrer · 1856-07-01 · Heft 7 (Juli 1856) · page 9

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 7 (Juli 1856)
Date
1856-07-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Fortschritt im Pentäteuch. 203 hanim unserer Zeit, die doch kaum noch ein Schatten derfruhern und nicht einmal deren zweifellose Nachkommen sind, es als einen Umsturz des Judenthums betrachten wurden, wenn man ihnen das Recht zum „ Duchanen " entziehen und eS auf die den Gottesdienst wirklich versehenden Geistlichen übertragen, — oder statt eines noch so unwissenden oder moralich unwürdigen Kohen einen gelehrten und frsmmen Rabbinen oder Gemeindeältesten beim Aufrufen zur Tora vorangehen lassen wollte. — R. Als sich einige Männer wegen Unreinheit behindert sahen, sich an der Begehung des Pesach zu betheiligen, wird ein neues Gesetz gegeben, welches den Unreinen, so wie denen, welche auf Reisen sind, gestattet, statt im ersten Monat (Nisan), das Pesach im folgenden Monat (Zjar) zu feiern. L. Wahrhaftig, wenn so aus Rücksicht auf die äußern Umstände das Fundament unsrer Jahresfeste, das Pesach, von dem Tage, an welchem der AuSzug auS Aegypten, an den es ewig erinnern soll, stattgefunden, auf einen ganz andern Monat verlegt wird; wenn das desfallsige Gesetz, wovon in dem frühern bestimmten und ausführlichen Pesachgesetz noch gar keine Andeutung^ so^ deutlich in Veranlassung eines gelegentlichen Falles gegeben worden: so bleibt kein Zweifel mehr an dem Fortschritt des Gesetzes nach Maßgabe der Verhältnisse und Bedürfnisse des Lebens. R. Einen weitern Beleg hierzu gewährt folgendes Erempel. Im 3. Buch Mose A. 17. ist den Israeliten verboten, in ihrem Lager in der Wüste irgendwo außerhalb des HeiligthumS opferfähigeS Vieh zu schlachten; im 5. B. M. t2, 5 dagegen wird für das Land Kenaan dieses Verbot geradezu aufgehoben, weil daselbst bei großer Entfernung vom Central-Heiligthum es Manchem zu beschwerlich wäre, so oft er Fleisch zu essen begehrt, sein Vieh erst nach dem Heiligthum zu bringen. L. Offenbarer Fortschritt des Gesetzes aus Rücksicht auf verändertes Ortsbedürfniß! R. ES war immer die Absicht Moses gewesen, daß sammtliche israelitische Stämme über den Iarden ziehen und dort das mit festen Grenzen umschlossene, von feindlichen Eroberern minder

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