Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1856)
- Date
- 1856-07-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Fortschritt im Pentateucb^ Lgg lich Scheinende segnend vollbringt. Daher finden wir zu Anfang der Bücher Moses ausschließlich und dann durch das ganze erste Buch MoseS vorzugsweise Gott den Allmächtigen und Höchsten s!'^ 1. B. Mos. 14. 20) bezeichnet. *) Mit dem Auszug auS Aegypten beginnt der Gotteslchrer an diesem und den weitern Erlebnissen der Nation die Treue GotteS zu zeigen und so mit dem. durch die Erkenntniß der göttlichen Allmacht bereits geweckten Gefühle der Ehrfurcht gegen Gott nun das Vertrauen auf ihn zu vermählen und dadurch das zum Volk Gottes zu bildende Israel in der Treue seinerseits gegen Gott und im Bunde mit ihm zu befestigen. Nichts war jetzt für Israel wesentlicher als der vertrauensvolle Glaube, daß der allmächtige Schutz- und Bundesgott der Väter seine Macht und Kraft, die es beim Ausgang aus Aegypten geschauet (2. B. M. 14, 21), weiter so offenbaren und anwenden werde, um seine Verheißungen an die Väcer zu erfüllen, nämlich ihren Nachkommen das Land gen Bundesvolk zu erwählen; nichts ist und bleibt Israel für seine geschichtliche Bestimmung, iu seinen Geschicken zu allen Zeiten notwendiger, als diese Zuversicht, daß Gott war, ist und sein werde der unveränderlich Treue, der Ewige, welcher Israel, so es ihm treu anhängt, in aller Zukunft beistehen wird. Darum tritt Mose jetzt auf im Namen dieses MNV unveränderlichen Ewigen, welcher Name von jetzt ab den Mittelpunkt der ganzen israel. Gotteserkenntniß bilden, das ganze religiöse Gefühl der Nation durchdringen, tragen und beherrschen soll ('LL??"Ns V^j?^ 2. B. M. 3, 15). — So begegnen wir den von nun an im Pentateuch nicht mehr dem Namen Allmächtiger, sondern dem Namen 7NN' Ewiger, da sich Gott fortan (2—5. Buch Moses) sichtbar in seiner Treue bewährt, indem er jetzt seine Wohnung in Israels Mitte nimmt, durch heilige Gesetze dessen Heil gründet, auf dem Zuge durch die Wüste es mit allen Bedürfnissen versorgt, und trotz dessen öfterer Untreue das junge Geschlecht seiner Verheißung gemäß nach dem gelobten Lande führt. 5) Vgl. den Aufsatz „Fottschritt in der Ertenukuß" vom Herausgeber, Jahrgang V. Nro. 10.