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Der israelitische Volkslehrer · 1856-07-01 · Heft 7 (Juli 1856) · page 3

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 7 (Juli 1856)
Date
1856-07-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Fortschritt im Pentateuch. 197 chem wir die rechte Ordnung, die Zusammenstellung deS Zusammengehörigen am passenden Orte, die Einheit und Übereinstimmung in Inhalt und Darstellung vermissen, dagegen oft unnöthigen Wiederholungen, häufigen Verschiedenheiten oder gar Widersprüchen begegnen. — Was konnte ich als Laie darauf erwiedern? Rabbiner. Alle diese Anklagen der Kritik, glaub' ich, werden schwinden, und die, freilich nicht auf der Oberfläche, sondern in dem tieferen Zusammenhange des Tanzen sich kundgebende Einheit der Tora uns zum klaren Bewußtsein kommen, wenn wir den Pentateuch aus dem richtigen Gesichtspunkte betrachten, daß er nicht ein systematisches Lehrbuch, nicht ein nach verschiedenen Titeln geordnetes Gesetzbuch, sondern ein Werk des Fortschritts sei, wo Lehre und Gesetz mit dem Fort schritte der Geschichte innigst verbunden, nach elementarischer Methode sich entwickeln. L. Ob sich wohl Sei dieser Ansicht so mancherlei Fragen lösen würden? R. Wohlan, lassen Sie uns dieselben einmal ins Auge fassen. Was entspricht z. B. Ihren Erwartungen in Bezug auf die Lehre über Gott im Pentateuch? L. Da hätte ich erwartet, daß der Pentateuch beginne: N'V5N2 MTN dt^Q- Warum sollte nicht gleich beim Eintritt in das israelitische Heiligthum das Antlitz des wahren eigensten Gottes Israel, dessen Name ^dooa!*) NVN (gelobt sei sein heiliger Name!) Wir haben die Leseweijs des ManuscnptS pelwva) in „^änrmi" umgeändert, um das Vorlesen — der Volks! ehrer wird oft in Onvdrotk dazu benutzt — zu ermöglichen, ohne die Pietät, den heiligen GotteSnamen nicht auszusprechen, zu verletze». Diese Pietät wünschten wir zu erHals ten. —Christliche Autoren denken bei Schreibung jenes Namens an: ,/altteftamentltchen" Gott, Nachegott, Nauonalgolt — der eigene N.nne bezeichnet ihnen den eigeuthümlichen Gott Israels — Grund genug, weßlialb wir die unserem Volke ganz fremde, sogar horrende Schreib: und Sprechweise möglichst meiden sollten. — Herzfeld in seinrr Geschichte spricht, bei der Wiederkehr vom babylonischen Eril, fortwährend von „Jahwe" Dienst, von „Jahwe» CultuS. — So ganz sollte man sich auch in gelehrten Werken der heimischen AnschauungS- und Ausdruckweise nicht entfremden. — Berthold Auerbach, in seinem neuesten Gevattersmann, laßt selbst einen Dorfrabbiner, bei Begrüßung Kaiser J.^s^h s. sprechen: „Gelobt seiest Du, ^edov»« :c. — vaS ist nun gar wahre Unnatur. L. S. l7-

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