Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1856)
- Date
- 1856-06-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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xgg Rundschau. Noch möge hier die statistische Notiz Platz finden, daß seit der Organisation unseres Kirchenwesens am l. Januar 1835, wo wir!3 Rabbinate hatten, inzwischen ein Rabbinat (Berlichingen) eingegangen, und die Gemeinden, die dasselbe gebildet, den benachbarten Rabbinaten zugetheilt worden find; verwaist ist jetzt Freudenthal, d a kein Canditat da ist, um eS wieder zu besetzen, und daß inzwischen gestorben sind: Rabbiner M. Levi in Ibenhausen, Rabbiner Kaufmann in Laupheim,Rabbiner Bloch und Landauer in Buchau, Amson von Kreglingen, Canditat Mayer von Laupheim, jetzt Grünwald in Freuventhal. Ausgewandert find: Frankfurter nach Hamburg, Schwabacher nach Schwerin, Levi u. Henle nach Amerika. ES ist zu beklagen, daß, während jedes Jahr sich Jünglinge der Jurisprudenz, der Medizin zuwenden. Niemand sich der verwaisten Theologie widmen will. Sind das nicht auch traurige Zeichen der Zeit? Allerdings ist die materielle Eristenz des Rabbiners unserer Zeit eine precäre, sein Studium schon und hernach seine PrariS ist mit vielen Kämpfen und Opfern verbunden. Aber wo bleibt die Opferfreudigkeit und Opferwilligkeit, di5 freudige Hingabe an den Gottesberuf, die unsere ausgezeichnet? daher nochmals:?'N2NVO tt!» ^"Ltt"!?j??2N W. Aus Baden. — Im Mai. — Die am Anfange d. M. in Mannheim für die Armen in Palästina veranstaltete Sammlung hat, nachdem solche von Herrn Rabbiner Präger in einer Predigt in eindringlicher Weise empfohlen_worden war, die^ erkleckliche Summe von st. 600 — ergeben, wovon die Hälfte an Albert Kohn in Paris, die andere Hälfte au daS Comite in Amsterdam gesandt wurde. In Carlsruhe dagegen kamen nur fi. 7V zusammen. Das find die Frommen! — In letztgenannter Gemeinde hat die fromme Partei die Absicht ein jüdisches Seminar zu gründen; eS hat aber dieses Projekt, weil von einer Partei ausgehend, keine Sympathien für sich. Viel geeigneter wäre eS, wenn dafür eine Vereinigung der süddeutschen Länder zu Stande käme. Auch soll dort die Synagoge restaurirt und wenigstens der äußeren Constructlon nach den Bedürfnissen der Neuzeit accomodirt werden. Die Zeit drängt und übt ihren Einfluß —!n«-reäidi1s äietu — selbst auf die Karlsruher Orthodoren. — Eine Petition des Synagogen-Raths von Mannheim, bei der Kammer eingereicht wegen Aufhebung des Z. S4. der Gemeinde-Ordnung, wurde nicht beachtet. Die Kammer ging ohne DiScusfion zur Tagesordnung über. Aus der bayer'schen Pfalz. — Zm Mai. — Ein Institut, gleich ersprießlich für Gemeinden wie für Lehrer, ist vor Monaten durch Anorrnung königlicher Regierung der Pfalz bei uns in'S Leben getreten, welches besonders von Israeliten freudig begrüßt werden darf. Es wurde nämlich eine »Schullehrer-PensionS-Anftalt für die Pfalz" gegründet, an welcher Elemestarlehrer aller Confessionen gleichberechtigt sind. — Der Z.!. der betreffenden Sahungen lauter? „In der Pfalz soll ein Verein gegründet wer-