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Der israelitische Volkslehrer · 1856-05-01 · Heft 5 (Mai 1856) · page 32

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 5 (Mai 1856)
Date
1856-05-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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R«eeafioae»u tunz deS goldenen KalbeS zeigte, daß ihm etwas Sichtbares nothwendlg sei, kann nicht zugegeben werden, indem alle betreffenden Anordnungen in der Tora vor jenem Abfalle bereits aufgeführt sind. Daß in der Bundeslade auch die zerbrochenen Bundestafeln lagen (S. 57), davon möchte biblisch gerade das Gegentheil nachzuweisen sein. — S. 53 wird «vnm >Veturmm« mit ,Licht und Wahrheit" übersetzt, während das zweite Won Frömmigkeit bedeutet, um durch beide Worte Beides zu bezeichnen, die Theorie und Praris auf religiösem Gebiete. S 65 ist der Ausdruck, „Moses nahm einen Manvelkab, die schnell blühen," wohl nur Versehen oder Druckfehler. Dasselbe gilt von Abtheilung II. Seite 1, wo es von Josua heißt, er war in dem Geiste Moses eingeweiht (statt in den). Seite 21 muß es Roomi statt Raam! heißen, sowie überhaupt zu bedauern ist, daß die Schreibung der biblischen Namen bald nach der deutschen (polnischen), bald nach der portugiesischen Aussprache erscheint, und auch hier nicht immer consequent durchgeführt ist, z. B S. 118 Matassjahu. — Doch genug des Tadels! Wir wollten durch obige an sich weniger bedeutende Ausstellungen unser unparteiisches Urtheil constatiren, durch welches wir einen tüchtigen Mann zu ehren gedenken, von dem wir mit der Hochacktung und Ueberzeugung scheiden, er werde auf dem Gebiete unserer religiösen Schulliteratur seine Kräfte mit strebsamen Eifer zum Besten unserer Jugend immer vorteilhafter geltend machen. L. S. 2. E. Hecht. Israels Geschichte von der Zeit des Bibel-Abschlusses bis'zur Gegenwart. Leipzig. Baumgartner. 1855. Angezeigt von vr. Aub. Seitdem Jost sein großes Werk „die Geschichte der Israeliten von der Zeit der Maccabäer bis auf unsere Tage" an das Licht gefördert hat, wurde oftmals der Versuch gemacht, den Inhalt dieser Geschichte in kurzer Zusammenfassung für israelitische Schüler an höheren Lehranstalten zu bearbeiten. Hecht's Werk können wir einen glücklichen Versuch dieser Art nennen. Ein bündiges Vorwort von Philippson führt diese Geschichte in die Lesewelt ein. Soweit die nachbiblische Geschichte Israels dem nach höherer Bildung strebenden Schüler bekannt sein soll, bietet das obengenannte Werk den Stoff dazu, deren Geist und Styl bekunden, daß in dem würdigen Verfasser ein warmes Herz schlägt für ZSraelS Glauben und Schicksal. Dieses Handbuch kann daher als ein sehr brauchbares empfohlen werden. Um aber nicht der

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