Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1856)
- Date
- 1856-05-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschichte Jsra-l'S v. Wolff. gewiß dieses schon als ein großer Vorzug zu begrüßen, zunächst eine biblische Geschichte, welcher ein zweiter Band, die nachbiblische Geschichte der Juden bis auf unsere Zelt enthaltend, folgen soll. In dem vorliegenden Buche finden wir, daß der Verfasser die schwer zu treffende rechte Mitte zwischen der biblischen und modernen Gedanken-Einkleidung, glücklich gefunden hat; dabei vermeidet das Buch, welches auch durch die äußere Ausstattung sich freundlich empfiehlt, jede belästigende Weitschweifigkeit, während es kein wichtiges Moment, sei es in historischer, religiöser oder ethischer Beziehung übergeht, so daß es Kürze mit Vollständigkeit verbindet. Durch das Ganze wehet ein frommer Sinn, und obgleich der Verfasser mehr vie Bibel als seine Individualität hervortreten läßt, so fühlt man doch die letztere als die eines von erleuchtetem Sinne geleiteten frommen Mannes in wohltuender Weise heraus. Der geschätzte Verfasser wolle es nun als einen Beweis unserer innigen Theilnahme an seinem künftigen Wirken und Schaffen erkennen, wenn wir ihn durch einige Beispiele aufmerksam machen, wie namentlich in der Form da und dort eine größere Genauigkeit wünschenswerth gewesen wäre. So würde uns Ab theilung I. S. 3. der Ausdruck: „Wenn du Kinder bekommen wirst" als der bessere erschienen sein. S. 1! heißt es: „die Engel machten sich nun auf den Weg," ohne daß im vorherigen Abschnitte die Männer als solche schon bezeichnet waren. S. 39 würden wir den biblischen Ausdruck „eine Tochter seines Stammes" als den besseren gewählt haben. Daß der Verfasser S. 50 die 10 Aussprüche immer noch als zehn Gebote aufführt, was sie wedetz dem Inhalte noch der biblischen Urbezeichnung nach sind, hat uns gewundert; ebenso die Eintheilung in vier und sechs Gebote, während doch nichts anregender ist für das Kind als der Gedanke, Gott habe die Pflicht gegen die Eltern als eine unmittelbare gegen ihn selbst unter die fünf eisten Aussprüche aufgenommen und auf die erste (Gottes-) Tafel gestellt N^N)- Seite 51 werden die drei Säulen der Welt genannt, als „Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe;" das Wort Frieden aber, welches als die heilige Harmonie, die Alles in sich schließt, in der Bibel so bedeutungsvoll hervortritt, sollte auch hier nicht verwischt werden. — Daselbst in der Anmerkung heißt es. ein Monat (des Mondenjahres) dauere 29 Tage und einige Stunden, während das richtige Maß 29 Tage 12 Stunden und einige Minuten beträgt. S. 53 muß es heißen auf 6 Zahre sich verkaufen, statt vermiethen. — Daß die SttftS- Hütte nothwendig wurde (S. 56), weil das Volt durch Anbe-