Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1856)
- Date
- 1856-05-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Hrodna 1× ep/1044655
- Minsk 1× ep/1000754
- Odesa 1× ep/1000834
- Pinsk 1× ep/1045440
- Vilnius 1× ep/1000947
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Recenstonen. Plötzlich hört man eine Flöte, die Rede wird abgebrochen, und alle Leute springen und tanzen, was sie können. Darauf beginnt der Zug nach der Synagoge, begleitet von einem Cymbelnschläger, einem Fiedler und einem Flötenbläser. Dann findet die Trauung Satt, und man begiebt sich wieder in daS erwähnte Zelt, wo die bis dahin nüchternen Neuvermählten die goldene Suppe essen. Inzwischen versammeln sich die Gäste, tanzen und setzen sich zu Tische. Zum Schlüsse erscheint der Possenreißer wieder und hält seine fade,!, mitunter sehr burlesken, lautes Gelächter erregenden Reden. Er verfehlt auch nicht den Anwesenden an s Herz zu legen, daß sie der Hochzeitsgeschenke eingedenk sein mögen. Jeder überreicht ein Geschenk, das auch rooht. in baarem Gelde besteht." Wir sehen hieraus, wie die Zustände der zurückgebliebenen und die der zeitgemäß gebildeteren Juden auseinander gehen, können jedoch nicht recht begreifen, warum der Verfasser die Hochzeitfeier der ersteren gegen die der letzteren in Schutz nimmt; denn daß diese kein jüdisches Element darbiete, varf doch wohl keinen Grund bilden, um dem entsetzlichen Unsinne des Marschalks das Wort zu reden. — Ueberhaupt bietet die Schrift mancherlei gesuchte Schilderungen dar. Schließlich sei noch bemerkt, daß im I. 1854 in Rußland IVO jüdische Schulen von der Regierung errichtet waren, welche 3208 Schüler faßten. Von Privatschulen gab es 11 ^eludotk; 2035 Lkeäer ersten Ranges, 412 zweiten Ranges (höher oder niederer?) 51?almuÄ?ora; 1060 Letk-5Iic?ra8ek: — 4160 Lehrer. Pensionen für Mädchen-Erziehung sind in Wilna, PinSk, Minsk, Grodno, Jitomir, Cherson und Odessa. — Alles, wie man leicht sieht, lange nicht in Verhalrniß zu der ungeheueren Bevölkerung von nahezu zwei Millionen Seelen. -—-— »». Reeensionen. 1. Die Geschichte Israels für die israelitische Jugend von G. Wolf, Religionslehrer der israelitischen Cültusgemeinde in Wien. Erster Band, Abtheilung I. u. II. Wien, bei Knöpflmacher (früher Anton Evl. v. Schmid). — 1856 Gr. 8". Abth. I. S. 70. Abth. II. S. 136. Preis? Der geschätzte. Verfasser, durch Monographien auf dem Gebiete der pädagogischen Literatur bereits vorrheilhaft bekannt, bietet uns hier in einem Buche von mäßigem Umfange, und es ist