Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1856)
- Date
- 1856-05-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3129675-3129764-3129770--1571-3131390- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Odesa 1× ep/1000834
OCR text
z« Elevetaud. die Anforderungen unserer Zeit, auf die Streitigkeiten unserer Generation anzuwenden. Bei einem solchen Verfahren hatte weder die Reform noch die Orthodorie irgend eine Parteilichkeit oder Ungerechtigkeit zu fürchten, denn da wir mit dem Betstande der Autoritäten arbeiten, welche der großen konservativen Majorität des Volkes nock theuer sind, so war zu hoffen, LSß, je mehr Vorurtheil, Bigotterie und Unwissenheit verschwinden ^-je mehr ein freimüthiger Unterricht die Masse des Volkes aufklären wird — desto wehr der Ernst der Diseussionen der Synode das Volk überzeugen wird, daß nur die ernsten Bemühungen für das Gedeihen unserer Religion die Hebel Der Debatten der versammelten Rabbiner sind — daß der Widerstand sich nach und nach vermindern, freiwillige Unterwerfung unter ihre Entscheidungen erzielt, und die fortdauernde Spaltung verbindert werden werde. Dieß waren die leitenden Ansichten der Konferenz, und wir sehen keinen Grunv für alle Verläumdungen, Schmähungen und Verdächtigungen, welche auf ihre Mitglieder gehäuft wurden. Da sie den Beifall ihres Gewissens für ibre Absichten und Handlungen hatten, waren sie willig und bereit, den Sturme Trotz zu bieten. Sie mögen sich in der Zeit geirrt haben, es mag noch zu früh gewesen sein, eine Versöhnung der Parteien zu versuchen, da diese vielleicht die Größe der drohenden Gefahr noch nicht begreifen. Die Parteien sind noch nicht geschieden genug, um ein Verlangen nach gegenseitiger Annäherung zu fühlen. Allein die Differenzen nehmen täglich zu, und ist einmal die s!te Liebe in und für Israel wieder erwacht, dann wird Der Ruf nach einer vereinigenden Konferenz allgemein sein. Dr. L. Rußland, insbesondere Odessa, nach 5er neuesten Schrift v. I. Tarnopol. (Von vr. I. M. ZoS) Gerade in dem Augenblick, weicher höchst wahrscheinlich einen Wendepunkt in dem Geschicke ver Zuven Rußlands darbietet, begrüßen wir mit Vergnügen eine, obwohl bereits vor zwei Iahren verfaßte, doch erst gegen das Ende deS ZahreS 1855 aus der Presse hervorgegangene Schrift. Xoties? distyrinny» «t ear^LLcristZ^u^s sur!ss IsrÄ6??Lss -i*0<I?5?^. «j'"n anereu ß6v6ral sur I'6tat 6u peuple Israelite en kussie, et suivies 6e votes statistiques et explieatives. par ^. larnopo!. Der Verfasser, ein geborner Pole, bedient sich der französischen Sprache,