Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1856)
- Date
- 1856-05-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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IZS Das Fest der Namensgebung. Ebenso wesentlich ist unsere Arbeit verschieden von der des Herrn Rabbiners A. Levisohn in seinem übrigens verdienstlichen, von größter Belesenheit in der rabbanitischen Literatur zeugenden Q^NZO ^j)v (Quellen der Minhagim), da dieser den ersten Thetl nur ganz vorübergehend und andeutungsweise im Vorworte berührt, im Buche selbst aber nur die Quellen bestehender Gebräuche selbst und zwar großentheilS nur ganz unbedeutender, das allgemeine religiöse Leben nicht bestimmender, in unseren Gegenden zum Theil nicht einmal gekannter Observanzen, mindestens aber fast keinen der von uns zu besprechenden behandelt, obgleich der bescheidene, nur allzuängstliche Verfasser hier und da gleichsam versteckt tV^2N KIM) sehr lobenswerthe Fingerzeige gibt (s. z. B. Art. 3,) wo er sich gegen die Unordnung und den Mangel an Würde im Gottesdienste, mit der größten Entschiedenheit ausspricht; Art. 9. wo er gegen die Piutim austritt; Art. 10. wo er das übliche Aussen der Schaufäden verwirft; Art. 16. wo er das Versteigern der religiösen Funktionen bei der Tora tadelt; Art. 22. wo er sich gegen die Einschaltung . von Lamek maälikm am Freitag Abend erklärt u. s. w.) — Wir gehen daher, ohne uns näher auf diese Arbeiten einzulassen, sofort zur selbstständigen Behandlung unserer Aufgabe über. (Fortsetzung folgt.) --e-^> Das Fest der Namensgebung zu Ulm. (Von S. Einstein, Religionslehrer daselbst.) In dem Sinne und Geiste, worin diese Zeitschrift zu wirken sucht, nämlich zur Läuterung und Förderung wahrer ReligiösitZ! daS Alte, wo eS einen guten Keim in sich hat, nicht zu zerstören, sondern durch Erneuerung zu veredeln, habe auch ich bisher in dem mir zugewiesenen Berufskreise soviel, wie möglich zu wirken gesucht. Zn diesem Bestreben hat sich mir der Wunsch aufgedrängt, einen feierlichen Familienact einzuführen, durch welchen dem neügebornen Kinde, Maschen wie Knaben, der Name er-