Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1856)
- Date
- 1856-05-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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«Qk»5. »25 sodann in einem zweiten Artikel einige der bedeutendsten Gebräuche, die noch am meisten in das allgemeine religiöse Leben eingreifen, nach jenen Grundsätzen beleuchten, wobei wir keinen Anstand nehmen die ^Frommen" zur Widerlegung aufzufordern, sofern sie es vermögen, da wir immer dem Grundsatze-^W^ ^ZO 'N*?2VN (von allen meinen Lehrern habe ich gelernt) huldigen, indem es uns nur um die Sache selbst zu thun ist, ^7"^"V '2 NN^ (Venn deinen Zeugnissen gilt mein Nachdenken). Unsere Ausgabe ist aber wesentlich eine ganz andere als die, welche sich früher Herr Landesrabbiner Dr. Herrheim er tn Geigers wissenschaftlicher Zeitschrift für jüdische Theologie (Bd. II. S. 226 u. f.) gestellt. Herr Or. H. scheint sich zur Aufgabe gestellt zu haben, für die Aufhebung von Gebräuchen besonders den Umstand geltend zu machen, daß sie entweder gleich Anfangs nicht für ganz Israel eingeführt wurden, oder sich nicht überall hm verbreitet hätten, wodurch dem Gegner von vorn herein ein großes Feld des Streites eingeräumt ist, indem er entweder den Mangel der Allgemeinheit, oder die Unterscheidung zwischen solchen Bräuchen und jenen, welche gleich Anfangs nur für einen Ort, d. h. nicht für ganz Israel bestimmt wurden, läugnet (siehe Anhang zu den Briefen über Choreb Nr. 5). Derselbe hat ferner auch die von den Synedrien getroffenen Einrichtungen und Anordnungen (M^l den so wie die Gebräuche (N'^Zv) in seine Behandlung gezogen, unv zwar ohne sie, was hier doch so wesentlich ist, auseinander zu halten, worauf schon der Herausgeber jener Zeitschrift aufmerksam macht, und hat endlich vorzüglich Maimonides (von den Widerspenstigen C. 2.) zu seinem Ausgangspunkte und zur Grundlage seiner Erörterungen genommen. Wir dagegen haben uns nur den Gebrauch t^ZQ) zum Vorwurfe unserer Betrachtung genommen, und besonders den nachthalmudischen, da gerad^ Dieser es ist, der sich mit feiner usurpirten Wichtigkeit an daq gottesvienstliche und religiöse Leben wie ein Bleigewicht hängt, werden aber für unfern Gegenstand zu den Quellen selbst zurückgehen unv die bedeutendsten späteren Ritualgesetzes-Lehrer alle hören. 12*