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Der israelitische Volkslehrer · 1856-04-01 · Heft 4 (April 1856) · page 33

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 4 (April 1856)
Date
1856-04-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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Rukdscha«. 121 breiteten und mit aller Bestimmtheit auftretenden Gerüchte Aenntniß geben, sprechen wir zugleich die Erwartung aus, daß er dieses verläumderische Gerücht Lügen strafen Werve. — Die verehrlichen Leser dieser Zeitschrift in Darmstadt werden ersucht, Sorge zu tragen, daß ihrem Herrn Rabbiner diese dringende Aufforderung zu Gesichte komme, indem dessen Ehre dabei im hohen Grade betheiligt ist. (Herrn vr. A. wird dieses Heft jedenfalls durch die Redaktion zugesendet werden. — Red.) Bernburg, im Märj. Jemehr das Amt eines Rabbiners in den letzten 25 Jahnen im Allgemeinen als ein höchst undankbares, von den mannigfaltigsten Kämpfen verbittertes erscheint, desto erfreulicher ist der Anblick einzelner Ereignisse, in welchen sich Venn doch am Ende Anerkennung und Verehrung des jüdischen Geistlichen Seitens seiner Gemeinde kundgiebt. Ein solches Ereigniß war das am l2. März hier gefeierte Dienstjubiläum deS seit 25 Jahren hier im Amte stehenden LandeSraboiners Or. Herrheimer. Ein solches Kest war in hiesiger Gemeinde noch nicht da gewesen. Schon frühzeitig sah man die sonst auch an sabbathnnd Festtagen geöffneten Läden schließen Ein Feit-Conn^ mit dem Gemeinbe-Vorstante überraschte Vormittags den Jubilar mit Gratulation und Ansprache, und überreichte ihm im Namen der Gemeinde prächtige silberne Armleuchter. Ihm folgte die Gemeindeschule, in feierlichem Gesang, Anrede und Überreichung eines Geschenkes ihre Verehrung dem geliebten Neligionslehrer ausdrückend Nachdem hierauf unaufhörlich bis zum Abend Privatpersonen und auswärtigen Gemeinde-Deputationen dem Jubilar ihre Glückwünsche und kostvaren Geschenke nberbracht hatten, ward er von dem Gemeinde-Vorsta«^ zu dem Festessen abgeholt, an welchem l50 Personen Theil genommen. Bei seinem Eintritt in den geschmückten Saal, wo im Transparent der Name des Jubilars und auf einem Altar die Opferflamme majestätisch leuchtete, erhob in der feierlichen Versammlung ein Chor von Jünglingen und Jungfrauen den BewiUkommnungsgesang, der mit dem darauf vorgetragenen Prolog auf alle anwesenden Juden und Christen einen so tiefen Eindruck machte, daß Viele gleich dem Jubilar die Thränen inniger Rührung nicht zu unterdrücken vermochten. Die außerordentlich gehobene Stimmung ward durch die folgenden (dem Fest-Programm zum Theil beigedrucklen) von dem Schwiegersohne des Jubilars, dem Rechtsanwalt vr. Calm eigens gedichteten, nur den Toasten abwechselnden ausgezeichneten Tischlieder noch erhöhet. Das Gan;e mit dem sich anschließenden Ball gewährte ein herzerhebenteS Bild der Eintracht und der fortgeschrittenen Bildung m indischen Gemeinden, nnd ziebt ein tröstliches Zeugniß von der Versöhnlichkeit der Parteien, von dem gesegneten Wirken der Rabbiner und dem Fond unverlierbarer begeiferter Pietät, Achtung und Liebe gegen sie innerhalb des JudentkumS. (Wir freuen unS dieser Gelegenheit, um unserem innigst verehrten Amtsbruder, einem Manne, welchem Synagoge und Schule für sein erfolgreich schriftstellerisches Wirken gleich sehr verpflichtet find, unsere innigsten Glückwünsche öffentlich barzubringen! Möge ein freundlicher Himmel ihm leuchten in deS Lebens reiferen Jahren und er in HauS und Gemeinde weiter des schönsten Glückes genießen, näm« lich an Wackeren Kindern und gedeihlichen Werken Freude und Segen zu schauen! Auf diesen Herzenswunsch des Freundes werden g?w:K viele Raddiner und Lehrer ein herzliches -,Amen" sprechen — L. S.) AuS Bayern. —Der bekannte StaatS-Oekonom und StaatSrath Herr v. Hermana Had der königlichen Akademie der Wissenschaften einen auf die letzte Volkszählung basirten Bericht über die verschiedene Gliederung de? baver'schen Bevölkerung vorgelegt- Die drei Gruppen derselben nach den Religionsverhältnissen zeigten im Jahr 1840 (der vorlekten Zählung nach je S Zähren) unter 1000 Personen: 710 Katholiken, 276 Prolestanten und 14 VI. 11

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