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Der israelitische Volkslehrer · 1856-04-01 · Heft 4 (April 1856) · page 32

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 4 (April 1856)
Date
1856-04-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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120 Rundschau. mehr als das Verhaltniß von ß :23>s2 oder S'/2 :il00; 505 wurden geheilt entlassen, 19 find geworben, l8 verblieben in Behandlung, zusammen 5t2 i Kranke, weiche während der lÄ Monate behandelt wurden. Unser Spital ist ein HauS. worin die religiöse Brüderlichkeit in dem ausgedehntesten Sinne ge- - übt wird. Demgemäß haben nicht nur allein die heil. Stadt und alle Provinzeu des türkischen Reichs ihr Kontingent gestellt, sondern man wird kaum irgend ein Land finden, welches nicht unter den hierher gesendeten und bekandelten Leuten seine Vertreter hätte. Unter den 542 Kranken, die dieses Zahr eingetreten, zählte die Türkei 267, Rußland 144, Polen 16. die Moldau 33, Oesterreich und Deutschland 37, Frankreich und Algerien 24, die 21 übrigen kamen aus Italien, England, den vereinigten Staaten Amerikas, Marokko. i Abysfinien und Pnfieu; der Profession nach waren solche : Bleicher 6, Bäcker j 5, Metzger 1, Uebermaler t, Schuhmacher 1t, Bediente! 6, Studenten 22.! Dienerinnen 9, Spengler 5, Gelehrte 83. Uhrmacher 2 , Lehrer 6, Iourj naliften 23, Maurer 1, Hausirer 3, Schreiner 2, Goldschmied 1^ Posamenj tierer 4, Bleigießer 3, Schneider 16. Ohne Profession 317.« (Man sieht aus diesem Verzeichnisse, daß erst ein sehr kleiner Ansang des GewerbswefenS in Jerusalem durch Ansässige oder vielmehr Zugewanderte vertreten ist, und wie schon unter den Kranken die Zahl der als Beschäftigungslose bezeichnete ^AN^^ie der andern bedeutend übersteigt. Wie groß ist daher das Feld der ächten Wohlthätigkeit, welche bei den Gesunden jorgen muß, daß die Krankheit unserer dortigen Brüder, nämlich der Müßiggang, gründlich geheilt werde! — Red.) Von Gieße» ist uns durch unseren tzollegen, Herrn vr. Levi, eine neue Sendung su? die nothleidenden Juden Palästinas zugegangen, nämlich aus Düdelsheim 8 st. 45 kr., Büdingen 6 st., Laubach 8 fl. 48kr.. in Summa 23 fl. 33 kr., welche Summe wir, nach Abzug der bezüglichen Kosten, an das hiesige Nnterstützungscomite abgegeben haben. Aus dem NadbinatSbezirk Wiesbaden/ im März. Im Herzogthum Nassau ist bereits über zehn Jahre in allen israelitischen Gemeinden die Confirmanou eingeführt. In den meisten derselben ist der Sabbatb, an welchem dieser Act vollzogen wird, allmahlig ein wahrer Festsabbath geworden. Vor einiger Zeit jedoch haben sich aus ein Paar Gemeinden, die an der nach Frankfurt und Mainz führenden Taunusbahn gelegen find, Einzelne zusammengemacht und in einem an das berzogl. Staatsministerium gerichteten Gesuche über diese unerhörte Neuerung, die gegen die Grundsätze des Zudevthums verstoße und lhr jüdisches Gewissen schwer verletze, sich bitter beschwert.—Daß Ignoranten das Gelöbuiß. dem väterlichen Glauben treu bleiben zu wollen, trotz der heiligen Schrift (5 Mos. 27. tS. ff. Esra w. 5. Psalm!!9, WL). und trotz des Talmuds (5eä?.rim 8. «. a. O.) als envaS Unjüdisches erklären kennen, ist — verzeihlich. Daß sanatische Parteimenschen die Bornirtheit benutzen, um auch in andern Ge: meinden den Samen veS Unfriedens und der Zwietracht auszustreuen, ist — erklärlich. Nicht minder erklärlich wäre eS, wenn selbst Rabbiner oder Quafi- Rabviner, die im Tolde jener Parteimenschen stehen, wenn auch entgegen dem Talmud : O^'MV z d< (man gebe dem Gemeindestreit keine Nahrung) die Rolle des Korach dabei übernähmen. Unglaublich aber erscheint uns das Gerücht, das den Herrn Rabbiner vr. Auerbach von Därmst a dt als denjenigen Mann bezeichnet, der seine Hand dabei vorzugsweise im Spiele gehabt »nd die Couffrmation nicht nur für unjüdisch erklärt, sondern auch die erwähnte Beschwerdeschrist abgefaßt habe, unglaublich darum, weit Herr A., wie uns in bestimmte? Weise mitgetheilt wurde, nicht nur Alber Cousirmationen abhält, sondern auch seineigenen Kinder coufltm^l. ^»ndem wir daher dem Herrn vr. A. hierdurch von diesem allgemein ver-

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