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Der israelitische Volkslehrer · 1856-04-01 · Heft 4 (April 1856) · page 31

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 4 (April 1856)
Date
1856-04-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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»«. Rundschau. .nnvpx 'N^vnv Frankfurt a. M., im April. — Von Seiten deS hiefiaen ComiteS für die Nothleidenden in Palästina sind, durch die Bermittelung unseres;u allem Guten bereitwilligen Mitbürgers und Gemeindegenossen, Herrn Juda Kulp. bereits ansehnliche Gaben nach dem gelobten Lande gewandert, und fließen solche immer noch fort. Ja, dieselben würden gewiß in noch weit reichlicherem Maße herbeiströmen, wenn nicht das notorisch in Palastina noch fortwuchernbe Bettel- und Faullenzerwesen viele Vorurtheile und gerechte Bedenken gegen die Lenkung des WohlthätigkeitSfinnes dorthin rege machte. Freilich herrschte in der letzteren Zeit daselbst durch AuSnahmszustände besonders große Nottz, und dem Bedrängten soll man geben, HA 55171 ohne viel zu mäkeln und zu fragen. Allein auch wir möchten die Noth unserer dortigen Brüder, durch die Hebung ihrer materiell gewerblichen Zustände, dauernd gehoben sehen. Sobald daher ein Zustand ver Sicherheit eintritt, herbeigeführt durch westmächtliche Besatzungen, muß dieser Gegenstand in reifliche Erwägung gezogen werden, um daS Interesse auch der aufgeklärten Männer demselben zuzuwenden, und das Fünkcheu Pieiät für unsere „heiligen Stätten«, zur Flamme anzufachen. So lange die an der «westlichen Mauer" Betenden „Bettelnde des WestenS" sind, wird man im Westen für den Osten kein rechtes Interesse erwecken können. Den Sinn aber für die Urbarmachung des heiligen BooenS, ja noch mehr für die Urbarmachung der Geister, für die Anregung fleißiger Hände wieder lebendig zu machen, das ist löblich und thunlich. Der Blick der Unserigen ist wieder nach Palästina gewendet; die Herzensharfe vibrirt — aber der Ruf deS BettelwesenS, der schrille, darf sie nicht wieder verstimmen. Die Gründung einer Ackerbauschule in Jerusalem, Prämienbestimmung für die Ersten, welche sich diesem Fache widmen und mehrere Jahre dabei ausharren. Bildung von Comics in ganz Europa, die in dieser Richtung wirken, dabei aber der Einwanderung von Vagabunden, noch so frommen Aussehens, durch die Erklärung Schranken setzen, daß neue Einwanderer auf Unterstützung nur dann Anspruch haben, wenn sie arbeiten, wie eS Bibel und Talmud haben wollen: das scheint uns der rechte Weg, um in dieser so heiligen Angelegenheit znm Ziele zu kommen. Das israelitische Hospital zu Jerusalem hat, wie an Herrn Albert Kohn zu Paris berichtet wird, „unter dem Schutze Gottes daS erste Jahr feiner -uZirksainteii mit günstigem Erfolge erreicht; oiese Anstalt, welche ein Ruhm für ibren Gründer bleiben wird, h.,t ausgezeichnete Dienste für die leidenden Klassen der heil. Stadt geleistet. Erlauben Sie uns, zu den Einzelnheiten überzugehen, denn Zahlen allein können Ihnen einen Begriff von der gründlichen Verbesserung geben, welche die Gründung deS israelitischen Hospitals im Innern unserer leidenden Bevölkerung hervorgebracht hat. Unser neues Hospital hat 542 Individuen versorgt und die Apotheke der AnßslL hat 3S.535 Recepte für die Armen der Stadt im Lause deS Jahres geliefert. Die Sterblichkeit erreichte, kie wir su! dankbarem Aufblicke zu Sott vie Geuugthuuug haben, Ihnen zu berichten, Ende Tebeth 56!S nicht

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