Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 4 (April 1856)
- Date
- 1856-04-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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der jüd. Reform-Gemeinde zu Berlin. 95 Pforte dieses Tempels fern zu bleiben." Es waren dieß scharfe, tief einschneidende Worte, die Manche vielleicht frappirren, aber der Schluß mußte Alle versöhnen, als der Prediger sämmtliche zur engern oder weitern Gemeinschaft Gehörige als einen großen Familienbund zusammenfaßte, die ein großes heiliges Familien- Fest feiern in diesem^iWreii^Wvßen Noch verdient aus dieser Predigt erwähnt zu werden die Art, wie der Segen und der Werth, die Kraft und Wirkung der Konfirmation daran geknüpft sei, daß sie als Gemein defest-Gottesdienst von der Gemeinde in ihrem Gemein de Hause gefeiert werde und daß ein Zusammenwirken der neuen und der alten Glieder erforderlich sei, damit von den Einen der Eintritt, von den Andern die Aufnahme in den (^laubensbund(?)des Zudenthums bewerkstelligt werde, und daß — eine Konfirmation, welcher diese Attribute fehlen, wie z. B. eine Schul-Einsegnung, nur als ein einseitiger hinter dem Rücken der Gemeinde begangener Akt zu betrachten sei. Nachschrift des Herausgebers. (DsS GelZhniß bei der Confirmation) Mit so großem Interesse wir den vorausgehenden Bericht, welchen wir in den jüngsten Tagen empfangen und der mit so Manchem in unserer eigenen Darstellung (Nr. 20.) übereinstimmt, gelesen haben, so enthält derselbe doch einen Punkt, welchen wir nicht mit Stillschweigen übergehen dürfen. Es betrifft dieser daS von den Kindern bei der Konfirmation abzulegende Gelübde. ES ist wahr, dasselbe darf, nach jüdischen Grundsätzen (vgl. den Artikel „Rundschau" auS Wiesbaden) abgelegt werden; ob eS aber auch soll, daS ist die Frage, die wir jedoch mit „nein" glauben beantworten zu müssen. Die jüdische Konfirmation ist, wie