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Der israelitische Volkslehrer · 1856-03-01 · Heft 3 (März 1856) · page 25

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 3 (März 1856)
Date
1856-03-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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IRI
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R». Rundschau 'N^vos 5>!? Frankfurt a. M., im März. Der Bericht (nebst GabenverzeichniZ) unseres hiesigen israelitischen Almosenkastens über dessen Wirksamkeit in den Zahren!854 und 1855 ist im Drucke erschienen, und entnehmen wir dsraus die erfreuliche Kunde, daß dessen Kapitalstock bereits eine Höhe von circa 3l,000 Gulden erreicht hat. Große Stiftungen find demselben bis jetzt nicht zugewiesen worden; es liegt dies nicht in der Art deS jüdischen StiftungsfinneS. Er ist, wie man im Allgemeinen von ihm sagen darf, i m Großen klein, aber im Kleinen groß. — Dabei müssen wir auf den Umstand aufmerksam machen, daß die Gemeinde bei ihrer Armenpflege auf keinerlei Subvention von Seiten deS Staates zu rechnen hat, als auf Jntraden, die ihr seit einigen Jahren bei Bürgerrechts-Ertheilungen an Israeliten, wieder aus dem Beutet der Israeliten, zugewendet werven. Indem der Staat — die Armenpflege ist hier nach Confessionen gegliedert, und ein ^allgemeiner Almosenkasten" ergänzt die unzureichenden Mittel der einzelnen christlichen Confessionatkasten — jährlich eine Summe von circa A. 20,000 — jener allgemeinen christlichen Armenanstalt zufließen läßt, erhalten die Israeliten keinen Heller, wahrend sie doch gleichmäßig, wie ihre christlichen Mitbürger in die allgemeine Staatskasse zahlen und steuern. ES ist dieses ein Mißstand, worauf jüngst in einem hiesigen Blatte, bei der Erwiederung jener hämischen Angriffe der »Allg. Zeitung» auf das edle HauS von Rothschild, mit Recht hingewiesen wurde.--Der hiesige israelitische F ra ue nverei n hat soeben seinen achten Bericht ausgegeben, worin der in seinem Alter für Menschenwohl noch so thätige Stifter und Vorsteher desselben, Herr vr. I. M. Jost, auf die Wirksamkeit dieser wohlthätigen Anstalt, welche ihr Streben der Erziehung und Pflege armer, insbesondere verwaister Madchen von hier oder aus der Nachbarfchaft mit hingebendem Eifer widmet, in ebenso klaren als warmen und von religiösem Sinne durchdrungenen Worten hinweist. Gewiß, der Verein konnte keinen eindringlicheren Fürsprecher finden. Das Germögen desselben hat eine Höhe von circa A. 13,600—erreicht und ist dieses günstige Resultat besonders den zwei Kapitalgabea zu verdanken, welche beim Tode der sel. Freiherrn Salomon und Amschel von Rothschild zu fl. 2000 und fl. 3000 gestiftet wurden. — Der Derein hat im vergangenen Jahre, in Anerkennung ihrer großen Verdienste um die Hebung seiner inneren Wirsamkeit. für

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