Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 3 (März 1856)
- Date
- 1856-03-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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zur Beseitigung der Chaliza. 75 und dokumentirt dabei, daß er ganz und gar auf orthodor-talmudisch-rabbinischem Standpunkte stehe, weßhalb er kurzweg und apodiktisch erklärt: „Aus dem, was wir bisher gesagt haben, muß der Les.r die Ueberzeugung schöpfen, daß die für Abschaffung der Chaliza vorgebrachten Gründe null und nichtig sind," ohne daß er auch nur geruht hätte, diese Gründe des Näheren zu erwähnen. Dann läßt er sich aber noch weiter vernehmen, wie folgt: „Wir müssen jedoch anerkennen, vaß das Gesetz, wie es jetzt steht, sehr lästig für die Nation ist, unv unter die Kategorie von 12 NIO^ "!123N IN j'ttN O1Z5Q2 (religiösen Satzungen, bei denen die Mehrheit nicht mehr bestehen kann) fällt. Deßhalb beabsichtigen wir eine Erleichterung auf Grundlage unseres heiligen Gesetzes vorzuschlagen. Wir sagen, wir wollen einen „Vorschlag" machen; denn wir fühlen uns als einzelner Rabbiner niSt berechtigt, ein gültiges Gesetz daraus zu machen. Wir legen ihn dem Publikum vor, mit dem herzlichen Wunsche, daß derselbe bei der nahe bevorstehenden Konferenz der Rabbiner Amerikas in Erwägung gezogen werde. »Es gibt zwei Wege das Gesetz zu modifiziren: 1) Das Gesetz in Israel ist: PI^O fl2"N ttTPltt ^2 d. h. jede vollzogene Ehe ist insoweit gültig, als die Rabbinen Ehen für nicht gültig erklärt haben, wenn sie dieß zu thun für nothwendig befanden*). (Der Verfasser drückt sich hier etwas ungelenkaus. doch sieht man deutlich, was derselbe sagen will.) Nun mögen die Rabbinen übereinstimmend festsetzen, daß wenn ein Mann kinderlos stirbt, seine frühere Ehe so angesehen werden solle, als halte sie gar nicht Statt gefunden, und dann wird die Chaliza nicht nothwendig sein. 2) Wir haben in unserer Untersuchung gezeigt, daß das Ausziehen des Schuhes weiter nichts, als ein Akt zur Bestätigung auszuziehen, weil der Ort, worauf er stand, heilig wäre, die Priester baarfuß in den Tempel gehen mußlen, und Josua snnen Schuh ausziehen mußte in der Gegenwart VeS göttlichen Engels. Dleß wäre nun auch der Grund, warum die Schwägerin unv nicht der Schwager selbst (wie Ruch A, 7.) den Schuh auszugehen hatte, Vena da diese Zeremonie so?iel sagen wollte, als: „Ich rufe Gott zum Zeugen an, bei dieser meiner Handlung." so wäre deren Verrichtung unschicklich gewesen?ür denjenigen, welcher gerade die durch das göttliche Gesetz ihm auserlegte Pi!»cht zu etsüllen sich weigerte. ,^27, °7'2 I^SN 7LNN"Z) NNNP Ld5 'tl'S Z'lN) NN N'IV 7-.d5'22 t-5S VI. 8