Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 3 (März 1856)
- Date
- 1856-03-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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ee Angezettelte Juden-Verfolgung den, um nach keiner Seite hin zu verletzen. Jedenfalls müssen wir un» im Namen der deutschen Israeliten feierlichst dagegen verwahren, daß irgend Jemand sich als unser Vertreter gerire, den wir nicht beauftragt. Das könnte in so wichtigen Dingen leicht zu den größten MißHelligkeiten führen, denen wir im Interesse der guten Sache, die Herr PH. doch gewiß allein im Auge hat, durch diese Verwahrung vorbeugen möchten. RS. Angezettelte Juden Verfolgung in Konstantinopel. Kaum hatten wir obigen Artikel beendigt, und kaum erhob sich unser Herz bei den erfreulichen Nachrichten, welche die Zeitungen über die, allen Nichtmuselmännern. ohne Unterschied deS Glaubens, gleichmäßig zugesprochenen Rechte und Freiheiten gemeldet haben, als unsere Seele schon wieder von der tiefsten Betrübniß überschattet wurde durch die überraschende Trauerkunde, daß der erste Trieb der ausgesaeten Reformen eine beabsichtigte Verfolgung unserer Glaubensbrüder in der Hauptstadt des türkischen Reiches sein sollte, welche nur durch die Gnade GotteS, die sofort aufklärendes Licht über das verbrecherische Ansinnen der Judenfeinde verbreitete, sowie durch die Energie wohlwollender Behörden, sowohl christlichen als muhamedanischen Bekenntnisses im «keime erstickt wurde. — Gott segne unsere Annehmer, und lasse sie im Bewußtsein, durch ihr thatkrästigeS Einschreiten großes Unheil von vielen Häuptern abgewendet zu haben, den Lohn ihrer Bemühungen und die Ausdauer finden, jenen schändlichen Umtrieben eines im Dunkeln schleichenden gewissen- und gottlosen Fanatismus auf die Spur zu kommen! Wir lassen die Erzählung deS betreffenden Faktums, wie sie unS im Auszuge auS einem, an Herrn Albert Kohn zu Paris gerichteten französischen Briefe, 6. 6. 24. Februar, von demselben mitgetheilt wurde, in deutscher Übersetzung hier folgen: »Donnerstag, den 21. Februar, am Abend verbreitete sich daS Gerücht durch die Stadt, ein Kind sei von den Juden geraubt worden, welche dasselbe ermordet hätten, um sich dessen Blutes zum Osterfeste zu bedienen. Schon seit Mit-