Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 3 (März 1856)
- Date
- 1856-03-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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tu der Türkei. SS . . . - - . - . . ... Oberhaupt. Aber Gott in den Höhen waltet sichtbar über uns und wie er in den Abendlanden schon bei so vielen Völkern unser Recht, das Recht der Minderheit, klar und siegesgewaltig an den Tag gebracht, so wird er auch in den Morgenlanden über ^ns-walteu^md .die Herzen der Völker und ihrer Beherrscher zu unseren Gunsten lenken! — Aber die Hände in den Schooß dürfen wir nicht legen; OZN^^IMO seid wachsam, seid thätig, und Gott wird Euch beistehen! — Wir hörten, daß Sir Moses Montefiore, Herr Albert Kohn, Mitglieder des edlen Hauses von Rothschild, das Lonslstoire centrale äe3 IsraÄites zu Paris an verschiedenen maßgebenden Orten des Orients und Occidents über diese für unS so wichtige Frage beruhigende Zusicherungen^erhalt^ Dennoch dürfen wir nicht aufhören, immer und immer wieder auf diesen Gegenstand zurückzukommen; die den Interessen des IudenthumS gewidmeten Zeitschriften in Frankreich sollten denselben fleißiger in Anregung bringen; noch mehr aber sohlte in Paris daraus hingewirkt werden, daß die Sache zu Gunsten der Juden in den allgemeinen öffentlichen Organen besprochen werde. Unsere, vorzüglich auf jüdifche^efer-berechneten-Blätter kommen zu wenig in die Hände von Christen, um hier ein entscheidendes Moment abzugeben; der Einfluß Deutschlands bei Schlichtung der orientalischen Fragen ist zu unbedeutend, um in den deutschen Zeitungen für die in Rede stehende Angelegenheit ein Erkleckliches zn leisten. Französische Blatter allein find hier von entschiedenem Einflüsse, namentlich jetzt, wo bei den zu Paris abgehaltenen Conferenzen die künftigen Verhältnisse des türkischen Reiches, insbesondere waS dessen nichtmuhamedanischen Staatsangehörigen betrifft, für die Dauer geregelt werden sollen. Nachbemerkung. Herr vr. Philippson hat eS, wie Nummer 10. s. Z. mittheilt, für geeignet gehalten, in dieser Angelegenheit, »im Namen der deutschen Israeliten, die er hierin, wie schon öfter, vertrete," eine Petition an den Kaiser der Franzosen zu richten. Da nun der Kaiser bereits auf anderweitige Gesuche beruhigende Zusicherungen gegeben, so mußte nach unserer Ansicht eine Petition an die Conferenj gerichtet wer-