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Der israelitische Volkslehrer · 1856-02-01 · Heft 2 (Februar 1856) · page 26

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 2 (Februar 1856)
Date
1856-02-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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54 Rundschau. «ug aufmerksam machen kann, soll eS Wohl statt „bürgerlicher" Züchtigung heißen »körperlicher." — ES ist ein schlimmes Omen, wenn man bei den Juden wieder das Wort: bürgerliche Züchtigung sieht — eS ist dieß leider ei« großer Druck-Fehler! — AnS der Provinz Hanau. — ES ist in diesen Blättern schon oft von der Notwendigkeit der aufzubessernden Lehrcrbesoldungeu die Rede gewesen. Meines Erachtens könnte, wenn auch nicht ganz und überall, doch theilweise und nach und nach dem fraglichen Uebelstande abgeholfen werden, wenn die iSr. KuttuSbehörden durch Bildung von Schul-Kassen in den Provinzial- oder Kreisorten, ferner durch Privat-Vereine dieses zu erzielen suchen würden. Solche Anstalten wären wahrlich von nachhaltigerem und vielseitigerem Segen als so manche andere Stiftung, so manche Vermächtnisse und so manche reiche Spenden, welche nicht selten aus unfruchtbaren Boden fallen! — Möchten doch die Freunde der Zngenderziehung und Menschenbildüng, möchten besonders Diejenigen, deren Beruf eS ist, durch Hebung und Pflege des Schulwesens die religiöse, sittliche und bürgerliche Erhebung ihres Volkes zu begründen, diesen wichtigen Punkt zum Gegenstände ihrer Betrachtung, und ihren Einfluß und ihre Stellung dahin geltend machen! — Sp..... - (Wir können diesen Vorschlag nur nachdrücklichst unterstützen. In dem früheren Rabbinatsbezirke des Herausgebers ist durch Spenden und sonstige Beiträge, wozu besonders eine Quote bei Verheiratungen zu rechnen, ein Schulfond gegründet worden, welcher unerwartet schnell zu einer, in Berücksichtigung der ländlichen Verhältnisse bedeutenden Höhe angewachsen. Mit vereinigten Kräften läßt sich viel ausführen, und da leider bei unS Israeliten, die wir in Allem nur auf uns angewiesen sind, an Stiftungen so ausserordentlicher Mangel ist, so müssen Vereine die Lücke ausfüllen, welche die vermißte Hochherzigkeit Einzelner leer läßt. — Red.) Vom Rhein. — So weit auch die religiösen Ansichten gegenwärtig im. Zudenthume auseinander gehen; so sehr sich auch die Partheien bekämpfen, und ob des göttlichen Wortes, das doch auf Wahrheit und Frieden sein Fundament gelegt hat, in Streit und Feindseligkeit aerathen : so ist doch Ein glänzender Lichtpunkt noch in unserer Mitte, um welchen sich alle Partheien schaaren, nämlich das Gebot der WohlthätigkeitSpflege gegen Arme und Nothleidende. Bei der Ausübung dieses frommen Werkes begegnen sich Alt- und Neugläubige; denn Jeder wallfahrtet mit williger Seele z«m Ns)>w7, (Thore der Wohlthätigkeit). Doch können wir dieses Lob in vollem Maße nur den Israeliten der größeren Städte spenden. Dort hat diese edle Pflanze tief Wurzel gefaßt, »daß sie Früchte trägt zur rechten Zeit und ihre Blätter nie welken." Weit weniger wird dieser heiligen Pflicht auf dem Lande Rechnung getragen, und hat der Einsender dieser Zeilen in dieser Beziehung auch die bayerische

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