Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1856)
- Date
- 1856-02-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3129675-3129764-3129767--1462-3131278- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
s. Rede des Grafen Mol6 an die von Napoleon I. nach Paris berufenen jüd. Notabeln. (1306.) Herr Achille Hatphen widmet in den ^rcln>e3 rsra^- Ntes^ (im Januarheft dieser wackeren Zeitschrift) dem verßorbenen Grafen Mole einen schon und warm geschriebenen Nachru?, in Beziehung der humanen Intentionen, welche der edle Verblichene für seine israelitischen Mitbürger hegte. Er war es, welcher bei den Verhandlungen der im Jahre 18Y6?on dem großen Napoleon, als Vorläufer des „Sanhedrin". berufenen Norabeln die Negierung vertrat, und so den Grundstein legen half;ur staatlichen Organization des israelitischen Kultwesens in Frankreich; unD ihm war es vergönnt, im Jahre 1831, in hervorragender Stellung, jenes Werk staatlicher Gleichstellung vollenden zu helfen, indem in jenem Jahre der jüdische Kultus auf das Staatsbudget gestellt wurde, und so die letzte gesetzliche Schranke fallen sollte, welche die Israeliten Frankreichs noch von den übrigen Franzosen getrennt hatte. — Bei Dieser Gelegenheit nun theilt Herr Halphen Die Rede mit, welche Graf Mol6 an jene Notabeln in der Sitzung vom 18. Sept. 1806 richtete, nachdem deren Antworten aus die bekannten. Das Verhältniß des religiösen Gesetzes zur socialen Stellung der Juden betreffenden Fraaen des Kaisers, Dessen hohe Befriedigung gewonnen hatten. — Wir glauben, unseren Lesern einen Gefallen zu erweisen, indem wir ihnen dieses, in bistorischer, wie in reformatorischer Beziehung gleich interessante Aktenstück in der hier folgenden Übersetzung mittheilen. „Meine Herren! Seine Majestät der Kaiser und König ha: Ihre Antworten mit Befriedigung gesehen, und mich beaustragt. Ihnen mitzuthcilen, daß Dieselbe dem Geiste Beifall zolle, welcher sie eingegeben. Noch mehr aber als unsere Worte werden Ihnen Die Mittheilungen, welche wir im Namen deS Kaisers Ihnen zu machen haben, beweisen, was diese Versammlung Alles von dessen erhabenem Schutze erwarten darf." —