Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1858)
- Date
- 1858-12-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Aecenfiönm unlj ÄnzelM. lim Wünsche für eine zweite Ausgase liefern wollen/welche tiefe« Werk wohl erlangen wird: niemals ist die erste Form, in welcher eine neue Idee ans Licht tritt/ gleich die vollkommenste. Die große Brauchbarkeit des Buches wird durch alles die» wenig beeinträchtigt, aber sie kann noch erhöhet werden, und Niemand ist berufener dazu als der tüchtige Verfasser: „wer eine All^a anfängt, dem sagt mau: vollende sie!"?sl NA V Traisfurt a. M., im December. — In unserer gesetzgebenden Versammlung (Bolksrepräsentation) befinden sich jetzt fünf Israeliten, indem zu den vier bereits gemeldeten noch der junge tüchtige Advocat vr. Salomon Fuld (Sohn des in der rabbinischgetehrten Welt rühmlichst bekanten k. Aaron Fuld s. A.) gekommen ist, der an der Stelle eines unterdessen geschiedenen Mitgliedes aus den Ersatzmännern in die Versammlung berufen wurde. — Ein hiesiges Blatt schließt einen von einem Preußen geschriebenen Artikel über die Hoffnungen, die sich in Betreff der Gleichbehandlung der Katholiken und Protestanten an die Regierung des Prinzregenten anreihen, mit den, auch für Juden bedeutungsvollen Worten: „Nicht minder dagegen wird sich auch mit der treuestcn Anhänglichkeit an das eigene Bekenntniß die Pflicht vereinigen, neben den großen Gütern, welche Art. 14, 15 und 16 der Verfassungsurkunde der Nation sicher stellen, die Glaubensfreiheit, wie sie Art. 12 gewährleistet, zu achten und zu bewahren. ES Legt in ihr kein Gegensatz zum christlichen Staat, sondern sie ist ein seinem tiefsten Wesen entspringendes Ergebniß." Wiesbaden, AnsangSDecember. — DieMortara-Angelcgenhelt bietet uns neben ihrer düsteren Seite das erhebende Schauspiel, daß die ganze Presse diesseits und jenseits des OceanS sich gegen diesen Anabenraub, der durch seine Umkleidung mit den Namen der Gesetzlichkeit nur um so widerlicher ist. einstimmig erhoben hat und nicht müde wird, den ganzen Verlauf dieser Angelegenheit vor ihr Forum zu ziehen. Ausgenommen hiervon find nur die specifisch clericalen Blätter und an deren Spitze das ,Giornale Ufstciale dL Roma^, das bittere Jahrg. IV. S. 51.) anerkannt; und können wir das ganze Buch, m Uebereinstimmung mit dem Herrn Recens., wegen seiner großen Brauchbarkeit allen Lehrern und Erziehern, sowie insbesondere als Hausbuch allen Familienvätern bestens empfehlen. — L- S.