Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1858-12-01 · Heft 12 (Dezember 1858) · page 21

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 12 (Dezember 1858)
Date
1858-12-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3129675-3129754-3129763--2621-3131254
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Secenstönev und Anzeigen 5 Kapitel - ib. 25—29 Wer die Stistshütte undIPriesterornäkel welche nur wenig verkürzt worden sind und der Übersichtlichkeit wegen viele Umstellungen erfahren haben, was keine allgemeine Zustimmung finden dürfte; die Opfervorschriften im 3. Buche Mosis wurden zwar zusammengezogen, aber wohl nicht genug. Ferner, wenn die Stellen über Hagar t. Mos. 16/4-^14 und über Abrahams Nachkommen von der Ketura 25, 1—4 einmal beibehalten werden sollten, warum wurden sie in Anmerkungen verwiesen? Oder warum geschah dies mit der Fortsendung Hagars ib. 21, 9—21? ^) Dann, da in ib. K. 17 das Gebot der Beschneidung mitübersetzt worden ist, was ich trotz aller Zimperlichen ganz billige, warum wurde nicht auch die Befolgung dieses Gebotes in einigen Worten erwähnt?Oder warum ist ib. 18, 33 fort und also das Kap. ohne Schluß gelassen? Die Anchropopathie darin hätte sich leicht verwischen lassen. Die obscönen Worte ib. 19, ö und 8 mußten natürlich fortbleiben: warum sie aber durch Punkte andeuten? Hat doch der Berf. dies nur selten bei den zahllosen anderen Auslassungen gethan! Anderseits, warum ließ er ib. 32, 15, IS fort? Doch wohl nicht, weil an diese unschuldigen Verse in Leresekit-rabda eine geschlechtliche Bemerkung geknüpft ist? Oder warum 47, 13—25 Ioseph'S Verfahren gegen die hungernden Aegypter?^) Und sollte dies fortdiese kann das Lesen und Erklären dieser Stellen aufbewahrt werden — ein deutliches Bild der Tora gegeben werden soll, kein Zuviel, eher ein Zuwenig. — ^) Hier stimmen wir mit dem Herren Recens. vollkommen überein. Das Benehmen Sara's gegen Hagar war hart, und die Schrift will die Fehler der Frommen nicht verdeckt wissen. Abraham fühlt es auch, und wenn Gott ihm dennoch räth, Sara zu folgen, so geschah es nicht, weil sie im Rechte war, sondern aus einer andern Ursache ZN! dN?'). Es ist dieses ein anregendes Kapitel für die Jugend, um sie vor Mißhandlung der Dienstboten zu warnen. Nach der Darstellung des Vf. (S 19. Anmerkung 2.) fällt der Tadel übermäßiger Strenge sogar auf Abraham zurück, indem von Sara gar nicht die Rede ist. ') Es bleibt dieses beim Geschichtsunterrichte immer eine schwierige Sache und möchten wir den Vf. weaen seiner Kürze eher loben als tadeln. Uebrigens bringt der Vf. die Beschneidung S. 166., bei der Geschichte Josua's. auch von Seiten ihrer thatsächUchen Befolgung zur Darstellung; bei der letzteren Stelle hätte aber, der Vollständigkeit wegen, auch mitgetheilt werden sollen, daß die Beschneidung während der 40 Jahre in der Wüste, und warum, unterblieben ist. . *) Wir billigen es ganz, daß der Vf. nicht durch diese Stelle das herrliche Musterbild Josepb'S für die Jugend getrübt hat. Di? Stelle S. 49: .Damals mochte Joseph zc. x." dürfte allerdings etwas besser motivirt fein.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.