Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1858)
- Date
- 1858-10-01
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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zdtyHUM.- SM Ken Wortara hier yr ist wyhl hier? «cher er ist nicht zu? Häuse>>^ Machen Sie auf^ Aber was wollen Sie denn? rief nunFrauMsr? tara, weder mein Mann, noch sonst Jemand von meiner Familie hat etwas mit der Polizei zu schaffen. --. »DeMen Sie, wir werden Ihnen nichts M Leide thun." / / ^/^ 7/.' Frau Mortarq. fing an zu zittern, doch befahl sie zuletzbfch^ Magd, zu öffnen. ES war eine Schaar Pylizeragentm, die von einem Unbekannten in bürgerlicher Kleidung begleitet waren. Ein Theil davon blieb an der Zhüre, ein anderer postirte sich auf die Treppe 5 der Brigadier und der Unbekannte traten allein in das Zimmer. Aus wie viel Mitglieder« besteht Ihre Familie? fragte der Brigadier. -- Es ist das. mein Mann, ich und acht Kinder, ^Nennen Sie mir den Namen eines jeden Ihrer Kinder." :s , ^/-i Bei dieser Aufforderung lief ein kalter Schweiß über die Stirne der unglücklichen Mutter, da sie die Erinnerung an gewisse Vorgänge, die sogar im Laufe unseres neunzehnten Jahrhunderts bereits stattgefunden, plötzlich aufschreckte. Sie bat den Brigadier, die Rückkehr ihreS Mannes abzuwarten. Sie ließ ihn aufsuchen. Eiligst kommt er und ganz bestürzt tritt er ein. — Was gibt eS denn? rief er. — Der Brigadier fordert ihn auf, ihm den Namen aller seiner Kinder zu nennen. Der Bater entspricht dieser Aufforderung. — Das genügt nicht, sagt der Brigadier, ich muß sie sehen. . - . Man mußte daher alle Kinder aus ihrem Bette heben; und diese armen Geschöpfe, halb im Schlafe, mußten sich nun von dem Brigadier? und dem Unbekannten, der sich immer schweigend verhielt, besichtigen lassen. (Herr Mortara hatte diesen mehrmals gefragt, wer er wäre, aber er antwortete entweder gar nicht oder nur ausweichend). Nachdem bei jedem die Revue pasfirenden Kinde der Namen desselben genannt war, sprach der Brigadier die folgenden schrecklichen Worte: .Mit lebhaften, Bedauern (und daß dieses ausgesprochene Bedauern keine ölssc Redensart war, sah man an dem Entsetzen, das sich auf dem Angesicht dieses wackeren Soldaten malte), mit lebhaftem Bedauern muß ich Ihnen erklären, daß ihr Sohn Edgard Ihnen nicht mehr angehört, ^da er getauft ist; er muß mit uns gehen.-— Wie? das ist ja doch unmöglichdas ist ein Zrrthum, das ist eine Verleumdung, riefen die unglücklichen Eltern. — Darüber steht mir kein UrtheU zu, erwiederte der Brigadier» es ist Befehl des heiligen Officium'S, den ich zu vollziehen habe. . Wir verzichten darauf, den herzzerreißenden Auftritt zu beschreiben^ der diesen Worten folgte/ den schrecklichen, wenn auch niedergehaltenen Schmerz des Vaters, den Aufschrei der Mutter, das Jammern der Hinder und zumal des kleinen Edgard, eines Kindes von sechsLahren, das von all' diesem nichts verstand, sich aber instinctmäßig an dem Kleide seiner Mutt«r festhielt. Alles was man von dem bis zu ThrSnen gerührten 23*