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Der israelitische Volkslehrer · 1858-07-01 · Heft 7 (Juli 1858) · page 32

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 7 (Juli 1858)
Date
1858-07-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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IRI
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ShmdMR. PpgiSlaw Radziwill, der Commandant der Stadt Berlin, General-Mqor v, AlvenSleben, Probst Pelldram, Geh- Ober-Reg.-Rath LSdemami, Brand- Direktor Scabell, der Decernent im Polizei-Präsidium für jüdische Gemeinde-Angelegenheiten, Reg.-Rath andere Staatsbeamte. Die Stadt Berlin war vertreten durch eine Deputation des Magistrats, destehend aus dem Oberbürgermeister Krausnick, dem Bürgermeister Nau- »yn^ den Stadträten Noht und Meyer und durch eine Deputation dei Stadtverordneten - Versammlung, bestehend aus deren Vorsitzendemvr. Effe und den Stadtverordneten vr. Schulz, Lehmann H., Riese und Sittenfeld. Kurz nach 11 Uhr begann die Feierlichkeit durch den mit Musikbegleitung von dem Synagogenchor und den Schülern der jüdischen Gemeinde - Knabenschule unter Leitung des Chordirigenten Lewandowsk vorgetragenen Gesang des 100- Psalmes in hebräischer Sprache. Daraus verlas der Vorsitzende der Gemeinde, M. S. Baswitz, den Bericht des Gemeindevorstandes über das jüdische Krankenhaus. Nach einer Begrüßung der Anwesenden erging sich der Vortragende darin, hinzuweisen, daß, wie übexall, so auch hier in der jüdischen Gemeinde das stete Augenmerk derselben stets aus die Uebung der Liebe und Barmherzigkeit gerichtet gewesen. Schon im Jahre 1703, als die hiesige Gemeinde kaum 2SV Mitglieder gezählt, hatte sich ein Verein unter dem Namen .Bikur Eholim" zu dem Zweck gebildet, den Kranken und Leidenden Hülfe und Beistand zn spenden. Fünfzig Jahre später hatte die Wirksamkeit des Vereins schon eine geregeltere Gestalt angenommen und er gründete aus seinen Mitteln das jetzt noch bestehende Krankenhaus der jüdischen Gemeinde in der Oranienburger Straße, welches theilS durch einmalige freiwillige Spenden, theilS durch regelmäßige Beiträge unterhalten wurde. Im Jahre . 1303 wurde von einer großen Anzahl Mitglieder der Gemeinde aus freiwilligen Beiträgen ein Fonds unter dem Namen,ZubelfondS" gestiftet und aus dessen Ertrag die Anstalt und die Wirksamkeit derselben angemessen erweitert. Diese wohlthätigen Bestrebungen hatten sich der buldvollsten Anerkennung des hochseligen Königs, welche in einem allerhöchsten Schreiben vom Lösten August 1803 an die Borfteherschaft Ausdruck gefunden, zu erfreuen. Wie dankbar aber auch die Bestrebungen der Anstalt anzuerkennen sind und wie segensreich denn Wirksamkeit auch gewesen, es stellte sich dennoch dem Vorstande der Gemeinde die Ueberzeugung heraus, daß die Anstalt namentlich einer den Anforderungen der Zeit und der jetzigen Heilkunde entsprechenden wesentlichen Verbesserung der inneren Organisation bedürfe, welche aber in den seitherigen Räumlichkeiten nicht zu erzielen iß, so daß das Bedürfniß eines neuen Krankenhauses unabweislich wurde. Als im Jahre 1314 zum Zweck der Errichtung der jüdischen MerversorgungS-Anstalt Beiträge gesammelt wurden, wurde der Ueberschuß von ca. 5000 Thlrn. für einen Baufonds zu einem neuen Krankenhause bestimmt. Dieser Fonds wurde

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