Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1858)
- Date
- 1858-07-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau: »7 dadurch bedeutend erhöht^ däß die verewigte "Frau Sarah Levv .der jüdischen Gemeinde ein Legat von 32,000 Thlrn. vermachte und dabei letztwillig den Wnnsch aussprach, daß dasselbe zum Theil für die jüdische Wagenpflege verwendet werden möchte, auf Grund dessen 16,000 Thlr. dazu bestimmt wurden. Jetzt konnte man sein Augenmerk auf die Erwerbung eines angemessenen Grundstücks richten, und als sich die Gelegenheit bot, dieses nach dem Urtheile von Sachkennern namentlich wegen seiner örtlichen Lage vorteilhafte Grundstück anzukaufen, wurde an die Mitglieder der Gemeinde ein Aufruf zur Zeichnung freiwilliger Beiträge erlassen, welcher namentlich durch die eifrigen Bemühungen einiger Gemändemitglieder das glänzende Resultat ergab, daß in wenigen Wochen auch unter Theilnahme der christlichen Bevölkerung die Summe von HM Thlrn. aufgebracht und sonach das Grundstück angekauft wurde. M besonderem Danke des regen und vielseitigen Beistandes gedenkend, welcher dem Unternehmen durch den Verwaltungsdirektor der Königl. ßharits. Geh. Reg.-Rarh vr. Esse, so wie durch die den Bau leitende Commisfion und durch die betheiligten Baumeister geworden, sprach der Bottragende schließlich die Hoffnung der Gemeinde auf den Beistand Gottes für das Gedeihen des Werkes aus. Hierauf folgte der Gesang eines deutschen Liedes: „Es klopfen an der Marken Pforte, verbannte Pilger schüchtern an* zc., wonach der Prediger Vr. Sachs die Weihrede hielt. Mit einem Danke gegen die Gottheit, welche die edeln und uneigennützigen Bestrebungen, die Willigkeit und Einhelligkeit des Sinnes in der Gemeinde, für die Auszeichnung des schönen und gottgefälligen Berks gesegnet, knüpfte der Redner an den erstatteten Bericht des Vorstandes an und schilderte, wie jener Drang in der Gemeinde, Werke der Liebe und der Barmherzigkeit zu üben, von Anbeginn in derselben hervortretend, sich fast immer in Zwischmräumen von einem halben Jahrhundert aufs Neue durch das Streben bekundet, dieselben dm äußeren Lerhältniffen der Gemeinde entsprechend zu gestalten. Indem der Redner dann das Werk in die Hand Gottes legt, erflehte er dessen Segen über dasselbe, über unfern König und Herrn und Allerhöchstdessen erhabenen Stellvertreter, über Me, welche berufen find, an dem Gedeihen des Staates zu arbeiten, über die Bertreter unb die BehSrden der Stadt, über die Gemeinde und über Alle, die bei dem Werke sich betheiligt haben. — Ein Mitglied der den Bau leitenden Commisfion, Commerzien- "th L. Reichenheim, verlas alsdann die Urkunde über die Gründung und Ausführung oes Werkes mie den Namen der daran betheiligten Personen. Diese Urkunde, so wie der erstattete Bericht des Vorstandes Lninplare der gestrigen Berliner Zeitungen würdm dann in gläsernen Hülsen in die offene Steintapsel gelegt, und diese dann.^vou dem fressenden Baumeister im Beistande mehrerer Gehülfen mit einem Steine, welcher die Inschrift: .Berlin, den 22. Zuui 1853» rwü, ver- VM.!9