Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1858)
- Date
- 1858-06-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Stsndschäu. t33 v'vxn ^x>' ."övlV sich buchstäblich erfüllen sah. Gar oft horte ich in letzter Zeit aus seinem Muude die Worte- V'IvdQ ^NNQV Seine Seele ist nun eingegangen zu Gott, dahin sie sich gesehnt. Friede seiner Asche! — Ünser entworfenes Lebensbild ist nur ein Schattenriß des treffliche^ Gemäldes, das unser beredter Stadtrabbiner Präger am Grabe des Verewigten ausgeführt hat. — W—r. * * Leipzig im Mai. — Es wird für die Leser Ihres geschätzten Blattes, ebenso wie für die zahlreichen Mitglieder unseres Glaubens, die unseren Meßplatz besuchen, nicht uninteressant sein zu erfahren, daß die hiesige Gemeinde in der Wahl ihres Seelsorgers, des Herrn vr. Goldschmidt, früheren: Predigers zu Warschau, sehr glücklich gewesen und eine entschiedene Acquifitiou gemacht hat. Schon bei seiner Jntroduction in sein neues Amt, bei welcher Gelegenheit der Herr Oberrabbiner vr. Landau aus Dresden eine scbr gelungene und eindringliche Ansprache an den neu bestellten Geistlichen hielt, bewährte sich die Rednergabe des Herrn vr. Goldschmidt, oer unvorbereitet darauf antwortete, und es dennoch verstand durch seine, wenn auch nur kurze Erwiederung sofort sich das Zutrauen seiner Gemeinde zu erwerben und die Mitglieder derselben sich zu gewinnen. Wir haben seitdem mehrere Predigten von ihm geHort und es hat sich bei uns, wie auch sicher bei dem großen Publikum, welches wahrend der Messe unsere Synagoge besucht, die Ueberzcugung festgestellt, daß Herr vr. Goldschmidt zu den besten Rednern zählt, deren wir uns zu rühmen haben. Ein volltönendes und wohlklingendes Organ, Gewandtheit im Ausdrucke, vollständige Beherrschung der Sprache und des Stoffes, sowohl nach talmudischer Seite hin als auch hinsichtlich der theologisch philosophischen Bildung, eine reiche Phantasie und Klarheit der Gedanken, zumal aber eine Wärme des Vortrags, die das beste Zeugniß davon ablegt, daß die Worte dem Herzen entstammen, dies, so scheint es uns, sind die Vorzüge, welche Herr vr. Goldschmidt als Prediger auszeichnen, und kann die Wirkung dieser Seite seiner Thätigkeit nicht ausbleiben. Indessen, augenscheinlich von dem richtigen, nicht genug anzuempfehlenden Grundsatz ausgehend, daß wer nachhaltig und fruchtbringend auf seine Gemeinde wirken wolle, sein Hauptaugenmerk auf das heranwachsende Geschlecht, auf die noch unverdorbenen, vom Würm des Zweifels noch nicht benagten Kinder, richten müsse, läßt er sich besonders die religiöse Erziehung dieser angelegen sein, und bethätigt sich daher bei der Re!igionSschule> die durch sein energisches Eingreisen bereits zwischen 60 und 70 Schüler und Schülerinnen zählt, aus eine eben so erfreuliche als gewiß segensreiche Weise. Wir unsererseits legen in der That auf dieses sein Bestreben, den Glauben der Väter der Jugend zuzuführen und diese ihm zu erhalten, das größte Gewicht, und sehen weit mehr