Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1858)
- Date
- 1858-06-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau. Instrumentalbegleitung, ohne welche, namentlich in kleineren Gemeinden ein regelmäßiger Gesang unmöglich aufrecht erhallen werden kann, am Mangel eines geeigneten Raumes für die Orgel oder am Kostenpunkte scheitert, so könnte das ^Harmonium" dazu sehr gut empfohlen werden, welches bei der großen Fülle seiner herrlichen Töne den besonderen Bortheil hat, daß es nur vier^Fuß breit, ebenso hoch und nm zwei Fuß tief ist. Der Preis ist 2000 Francs, — also nicht ganz 950 fl., doch gibt eS deren auch zu geringeren Preisen bis zu 100 Fr. - nicht ganz 50 fl. herab. — Die Instrumente stnd zu beziehen unter der Adresse: „^lezumäre Lls, Inveuteurs et?aeteurs (äs l'Narmomrun»), »?aris — 39, Rnv ZKesIa?, 39.« — Uebrigens sind die betreffenden Znstrumente, und wie ich allgemein höre, von derselben Güte, bei ^Schiedmayer in Stuttgart zu haben, die größten zu fl. 500 — hie kleineren und kleinsten bis zu fl. 36 herab. Die ersteren werden bereits in Kirchen von ziemlichen Dimensionen benutzt, und Musiker von Fach sagen mir, daß sie Orgeln, die Tausende kosten, an Kraft und Fülle des Tones nichts nachgeben. Herr Schiedmayer hat bereits von mehreren Regierungen für diese ausgezeichneten Instrumente Privilegien erhalten. — Wir hoffen, israelitischen Gemeinden und Chordirigenten einen Dienst geleistet zu haben, indem wir sie aus diesen Gegenstand aufmerksam machten. L. S. * Mannheim. 9. Mai. ^Nekrolog.Z — Heute *) haben wir einen Mann zur Erde bestattet, der nicht nur der Stolz seiner Familie und eine Zierde unserer Gemeinde, sondern auch in weiteren Kreisen als wackerer Kämpfer für Recht und Wahrheit gekannt und geschätzt war. Unser Mitbürger, Herr Markus Berliner hat nach einer 76jahrigen wechselvollen Wallfahrt seine irdische Laufbabn beschlossen und ein gesegnetes Andenken zurückgelassen, dem wir in dieser geschätzten Monatschrift gerne Ausdruck geben mochten. — Leine Jugend fällt in die sogenannte Ausklärungsperiode, da die Schatten einer finsteren Zeit vor dem anbrechenden Morgenrothe einer besseren atlmätig weichen mußten; die edleren begabteren Naturen, so auch unser Berliner, wandten sich dem Lichte zu. — Sein Barer, David (vnlxo R. Tebele), ein angesehener und wohlhabender Geschäftsmann zu Creiznach besaß umfassende rabbinisch-theologische Kenntnisse, wovon seine hinterlasscnen zahlreichen Manuscripte zeugen, und verwaltete in späteren Jahren das Rabbinat ») Und erst heute, am 5. Juni, habe ich obigen Nekrolog, und mit ihm erst die betrübende Nachricht erhatten, daß der, auch mir theuere Mann, einer jener leid« immer seltener werdenden, ehrwürdigen Erscheinungen, die mit den fchneeigten Häupter» i» »ufere glaubeaSiavige Vergangenheit ragen, doch mit den h llen Augen aus unsere Sa« Gegenwart schauen — nicht «ehr unter den Lebenden fei! — Wir bedauer» es sehr, daß die freunde ia Ma »»heim die frühere Anzeige unterließen; doch dient t» »»< immer »och ,ur Erhebung, dem Verewigte» in diese» Blätter» ei» wohlverdieotet tffeuMches Denkmal setze» zu kSnaea. I. S.