Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1858)
- Date
- 1858-06-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Das gewissen Zahl religiös großjähriger Individuen bedingt wird, ist der Gedanke ausgesprochen, daß in der Gemeinde der! Mittelpunkt des öffentlichen Gottesdienstes zu suchen sei, weil ebne thatsächliche Realisirung des Begriffes der Gemeind e ler Gottesdienst den Charakter der Oeffentlichkeit, die Bedeutung einer gemeinsamen Bethätiguug des Glaubens nicht pbenkann. Es ist also in dem, zu einem öffentlichen Gottesdienste Wgen MmZan" eine Idee ausgesprochen, die eben die Beteuttmg der Gemeinde, allen noch so sehr hervorragenden Zndiviualitäten gegenüber, anerkennt und sicherstellt, womit die Anhänger der Reform, und namentlich die der radicalen Richtung in derselben, sich gewiß einverstanden erklären werden. *) Mit dieser Auffassung des MWM", als den Begriff der Gemeinde constituirend, scheint auch jene rituelle Bestimmung im Zusammenhange zu stehen, die das weibliche Geschlecht durchgehend als nicht mitzählend auffaßt, d. h. welche zehn erwachsene Personen männlichen Geschlechts verlangt. Unsern Vorfahren scheint der Begriff: Gemeinde in politischer oder bürgerlicher Bedeutung vorgeschwebt zu haben ^-), daher der Ausschluß des weiblichen Geschlechtes nach Analogie der bürgerlichen und politischen Gemeinde. In unseren Tagen aber, in welchen der Begriff einer kirchlichen resp. religiösen Gemeinde allenthalben acceptirt und tatsächliche Geltung erlangt *) Zu den in unsern Tagen, in gewissen israelitischen, namentlich ultra-radicalen Kreisen auftauchenden abgeschmackten Verkehrtheiten gcktt auch die gespenstische Furcht vor sogenannten hierarchischen Beßrebungen. Dieser Popanz wird mit Absicht groß gezogen und hergerufen, um die Stellung des Rabbiners hcrabzudrücken und zu ntümmern. Dieser soll ein N?'^ 2)7 aber nicht „!^"1L7>" sein- 5o sehr diese, im Grunde mehr künstlich erzeugte Furcht im Interesse tincr wohlgeordneten Gemeinde-Organisation überall hinweg zn wünschen °5re, so muß doch allenthalben, wo es sich um die Manifestation des uinern religiösen Lebens handelt, die Gemeinde als Mittelpunkt anbaut und erhalten werden. In Psalm 118 heißt eserst: dSNW' und dann: N'I Anmcrk. des Einsenders. **) Siehe Trakt. Megilah S- 23, b., allwo die Begründung des Griffes: Gemeinde mit politischen Zustanden im Zusammenhange steht. 14*