Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 9 (September 1858)
- Date
- 1858-09-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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Ätundsthaü. »8S I^rMüch im bie höht Kirchenh^^ die Erwartung ausgesprö- ^en, daß dieselben <cus sich heraus ihren Einfluß in dieser Sache aufbietm mögen, in ähnlicher Weise, wie eS neulich erst die französischen, jzwnauch die englischen Protestanten zu Gunsten der Katholiken l H dm Schweden gethan. — v Herr Dr. Philippson hat die Idee gefaßt, daß die deutschen t Asbbiner sich an den Papst selbst wenden sollen. Er schreibt darüber a einem Circularschreiben vom 30. v. M.: ^Meiner Meinung nach wird ü es von großem Einflüsse sein, wenn die angesehensten Rabbiner Deutsch? ' lands sich bittend, aber nachdrücklich an den Papst in einer Gesammt eingäbe wenden. Ich fordere Sie daher hiermit auf, mich zu suLorisiren, diese Eingabe auch in Ihrem. Namen zu entwerfen und zu verzeichnen. Die Angelegenheit erleidet keinen ^Aufschub, und daher ersuche ich Sie um baldigste Antwort." , ... Auch an den unterzeichneten Herausgeber d. Bl. erging diese Aufforderung. Nach unserer unwandelbaren Ansicht aber, daß es stets, hier aber ganz besonders bedenklich, ja, im hohen Grade zu widerrathen sei, daß Ein Mann, wer er auch sei, als Vertreter der Judenheit auftrete, ja, eine so bedeutungsvolle Scbrift, wo jedes Wort, der Devotion oder des GegentheilS, von den schwersten Folgen sein kann, allein ohne allen Beirath, abfasse und absende, gaben wir wohl unsere Zustimmung zu dem Schritte, aber unter entsprechenden Bedingungen. Viele Coltegen stimmten dieser Ansicht bei, die meisten aber hatten, was sie freilich nun bedauerten, bereits ihre unbedingte Zustimmung gegeben. Wir selbst schrieben an Herrn vr. PH. folgendermaßen: .Geehrter Herr College! Bei der ersten Gelegenheit, wo wir uns die Hand bieten sollen zu gemeinsamem Wirken in ewer^ heiligen und-bedeutungsvolkn jüdischen Sache, thut es mir ganz besonders und von Herzen leid, Ihnen nicht unbedingt beistimmen zu können. Die Idee zu der betreffen? den Eingabe ist ganz vortrefflich und verdienen Sie dafür Dank, wie für so manches andere, was Sie bereits angeregt haben. Allein die Sache ist zu wichtig und deßhalb für Sie und für uns zu verantwortungsvoll, als daß Sie nicht selbst wünschen sollten, die große Verantwortlichkeit nicht allein tragen zu muffen. — Ich könnte mich daher zum Beitritte nnr unter den zwei Bedingungen bereit erklären, daß erstens die Eingabe wenigstens fünf vertrauenswürdigen Rabbinern (es folgen hier mehrere Namen von Männern, die ich vorschlug) vorgelegen habe, und zweitens die Unterschrift laute: »gehorsamste — — Rabbiner Deutschlands" — »nd dann die Namen, entweder nach den Gemeinden oder nach den Rabbinern geordnet, alphabetisch folgen. — Sollte dadurch die Sache auch um einige Wochen verzögert werden, was allerdings an sich zu bedauern ist, lo muß man doch diefeS dem Umstände unterordnen, daß in einer Angelegenheit von solche? Tragweite, wo wir im Namen der ganzen vm. - - - - .......- - -......--2» - -