Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 9 (September 1858)
- Date
- 1858-09-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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LÄMttk-deH Zubn»Hum5?. d^chau» nicht fehlt. Man frage nach, ob die ^.mons-Vorschristenda, wo sie geübt werben, nicht in der Regel in diesem Geiste geübt werden. Dieser Geist ist aber durchaus kein wahrhaft jüdischer Geist. Denn das Judenthum weiß weder etwa« von einem solchen Werk der Sühne bei einem eingetretenen Todtesfalle, noch will es diesen als einen Fluch angesehen wissen, der uns aus Gottes Nähe gleichsam verbanne. Vielmehr sind wir verpflichtet für das, was uns als ein Unglück erscheint, Gott eben so willig zu preisen, wie für daHz:was uns als etwas Gutes vorkömmt (Berachoth 54), denn Alles, was Gott thut, ist tvohlgethan (vergl. das. 60 und die dort angeführten Bibelstellen). Es ist uns damit ein Grund mehr gegeben, der uns für die Abrogirung dieser, zu Unterlage ganz falscher Religionsvorstellungen gewordenen, ^mnus-Borschriften bestimmen muß. Doch bei Herrn Rabbiner D. verfangen auch die triftigsten Gründe nicht, um diese Borschristen zu abrogiren. Denn ihm erscheint schon jeder Versuch hierzu als gefährlich, da ihm die Trauergebräuche — und zu diesen rechnet er, wie bemerkt, auch die ^vimis-Vorschriften — als das letzte Bollwerk, als der letzte Pfeiler des modernen Zudenthums gelten! Wer denkt bei diesem in der That schauerlichen Bekenntnisse ^icht an den Spruch deS Midrasch: nzn «'NN N'^V "yxo 'vw .ivrun 7Qi!?z? Schande über die Pflanzung, von welcher der eigene Gärtner das Zeugniß ablegt, daß sie schlecht ist! Also im Elsaß, in diesem Eldorado der Bigotterie ist es mit dem modernen Judenthume dahin gekommen, daß nur das gezückte Schwert des Todtes-Engels seine Bekenner b« demselben zu erhalten vermag! Also nicht mehr ein O"N sv, ein Baum des Lebens, sondern ein Baum des TrdteS ist das elsässisch-moderne Judenthum und die blasse Todtesfurcht muß die Stelle der verlorenen Gottesfurcht einnehmen, damit »die Einen während sieben, die Andern während dreißig Tage und wieder Andere während eines Jahres ftonune Israeliten" werden?! Und selche durch die Zuchtruthe prr Hebung von Trauergebräuchen Hingetriebene haben Sie- Herr College, den Muth, fromme Israeliten zu nennen?! Das ist mit Richten, jüdische Frömmigkeit, sondern die Frömmigkeit eines Pharao, die der Midrasch so richtig kennzeichnet: O'M'V» s.i >p) lll^jH i^nn?V>N^O PS? PN!v! ^5 so sind die Frevler, wann ein Unglück über sie hereingebrochen ist, dann werden sie demüthig; ist das Unglück aber vorüber, dann fallen sie in ihre frühere Weise wieder, zurück! '