Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 4 (April 1858)
- Date
- 1858-04-01
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau. Aberglauben selbstbefreiend uns losmachen. — Der ganze Bortrag, bibel-und talmudkundigem, von freisinnigem u?-d acht religiösem GeisteZe^. mß gebend, verfehlte nicht deS besten Eindrucks. — Die Ueberstedelvllj unseres genannten Freundes nach San Franzis co ist, so sehr dieselbe von Seiten der dortigen Emanuel-Gemeinde dringenst gewünscht wird, noch ungwij. Rodelheim, 14. April. — Wir waren heute hier Zeugen eine: erhebenden, seltenen Handlung. Herr Rabbiner Dr. Levi von Gieße, copulirte in der Synagoge seines hiesigen FilialeS seine eigene Tochter, welche Kch mit einem französischen Officier. dem Lieutenant Mr. IuleS Moch, Repetiteur an der Kais, franz. Militärschute zu St. Cyr, vw mahlte. Herr Moch steht in dem Rufe eines tüchtigen Lehrers und brave: Soldaten, der die Feldzüge in Algier und der Krimm mitgemacht, und dn. nebenbei gesagt, die militärische Uniform sehr gut kleidete. Herr Rabbine- Levi sprach über die Worte: " ("Gott mit Euch"), eindringlich Worte deS VaterS und Predigers, welche jeLes Herz ergriffen und zulex ihn selbst bis zur tiefsten Rührung überwältigten, besonders als er seist Tochter ansprach und sie auf die Tugenden ihrer seligen Mutter hinwies, und dann von dem Stande seines Schwiegersohnes redete, GotteS Gvadl für ihn erstehend, daß er jede Gefahr von dezzz theueren Haupte abwendemöge! — Die Situation hatte etwas Ungewöhnliches; ein Lehrer deS Friedens und ein Lehrer deS Kriegs — Verbundes durch der Liebe Hand! - Und daß der Mann des Krieges im Ofsicierskleide ein Jude — das war uns das schönste Zeichen des Friedens und de? Annäherung unter den Maschen! — Gott segne das junge Paar! — AuS Württemberg/ lCorresp.) Das Rabbinat Butten Hausen. ouS dieser einzigen Klrchengemeinde bestehend, ist zur Zeit unbesetzt und mch nicht zur Bewerbung ausgeschrieben werden. Vermuthtich wird das Rabbi' nat mit Jebenhausen vereinigt werden, d^S auch nur auS einer 9? meinde gebildet ist. — Von der Absicht dr? isr. Gemeinde zu BuHsZ, Orgel und deutsche Gebete einzurühren, haben auch die wücttemb. Zeumu» berichtet. In dieser Gemeinde ist auch bereits der dreijährige Cyttsi im Vorlesen der Thvra eingeführt. Diese Neuerungen stoßen bei snse^ orthodoxen Rabbinen, deren Einer öffentlich iver Predigt dagegen fich s2^ gesprochen hat, auf entschiedenen Widerspruch. — In der Thal wäre wünschen, daß vergleichen Ausnahmen, wodurch die Gleichförmigkeit vnst^i Gottesdienstes wieder aufgehoben wird, amdenen, und daß die Tinheitt im «ZultuS bald eine Wahrheit würde. (Se?iel uns bekannt ist, strebt d:.'j O. 6. B. ein Minimum von Reformen a?s gleichmäßig an, ow deßhalb einzelnen Gemeinden einen Zwang anzuthun, wenn fie weiter ge^' wolteiu Wir finden.diese Maxime unter den jetzigen Zeitverhaltuiffen weise. — Red.) — In Betreff deS musikalischen TheileS unserer Litarp kann ich mich aber nie damit einverstanden erklären, daß ein Christ