Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 4 (April 1858)
- Date
- 1858-04-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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i» Lyo» gefundene Medaille. 125 UesstasreicheS zu verkünden, so hatte sie doch recht vielfach verwertet werden müssen, um das Vertrauen weithin zu befestigen. Me käme es, daß die Eremplare so ganz und gar verschwunden, 'daß man erst nach 140 Zahren ein Eremplär auffanv? Wie j!me es, daß bei der Menge.eisrlger.Angeber, besonders getaufter Juden, niemals eine Untersuchung darüber angeregt worden? Äie läßt sich behaupten, daß hier verdecktesSpiel getrieben worven, wo doch die Lesung der Abkürzungen Jedem mitgetheilt werden mußte? und wenn das nur mündlich geschah, warum bezeichnet die Münze die Anfänge der Hauptinschrift mit Punkten ganz deutlich? Und dann, wer dürfte hoffen, daß eine Münze, von so ungewöhnlichem Umfange und solchem Gewicht, stets verheimlicht bleiben würde? Wo und wie wurde sie von Juden gefragt, die man damals aufs schärfste überwachte? Wie konnten sie gar daran denken, eine derartige Münze auch ihren Feinden in die Hand zu geben? Wie ließe sich's erklären, daß, nachdem die Erwartungen vereitelt waren, niemand die Münze, sei es ^zum Spott, sei es zur Anklage, zum Vorschein brachte? ja daß selbst gelehrte Juden nicht üb?? die Thorheit sich ausließen?! Wir können uns nicht überreden, daß Juden jemals eine j derartige Münze geprägt haben. Die Lesart des vr. Loewe 'halten wir meist für die richtige, aber auch die Zeitbestimmung, welche Zunz ermittelt hat. Nach unsrer Ansicht bestand der Jnhalt aus einem Blättchen, welches der genannte Benjamin b. Elia hu Ber harofe zur Stärkung des Vertrauens auf die Erlösung geschrieben hatte, und das mancher sich abschrieb und bei sich trug, oder in sein Gebetbuch legte. Solcher Blättchen gab es viele, zum Theil als Talismane. Stand Benjamin in einigem Ansehen, so ist es klar, weßhalb er, wie die meisten Synagogendichter das Ganze aus den Anfängen seines Namens bildete, ohne darauf zu achten, daß die Sprache dadurch Zwang erlitte. Die vorliegende Schrift war von der Hand eines Benjamin b. R. Sabthai von der Familk Anav. DieS Blättchen kam zum Vorschein, als die Verkündigung Lemleins verlautete, und mancher berief sich wohl auf viefe ältere Schrift, zum Beweise, daß die Sache Grund haben dürste. DieS benutzte ein christlicher Künstler, um eine recht auffallende Münze zu prägen, welche durch ihre Seltsamkeit manchen Liebhaber einladen konnte, doch wahrscheinlich keinen großen Anklang fand. Die Jahrzahl der Münze ist vermuthlich die deS Auftretens Sem leinS,!4S7, nämlich 600 und 1000 mmu3 3. Auf diese Weifwären alle obigen Einwürfe beseitigt. DaS Ganze war dann etwas sehr Unschuldiges, und die lateinische Inschrift und die zwei Wörter