Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 4 (April 1858)
- Date
- 1858-04-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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!20 Reue» über die vielbesprochene Ohrt diese an bis zu Zunz. Der Scharfblick dieses in seinm Fach unvergleichlichen Gelehrten entdeckte vornehmlich den Uv. stände daß die Münze auf keinen Fall Ludwig den Frommen vorstelle, da sie eine K00 Jahr spätere Angabe enthält; denn die hebräische Umschrift zeige in den Anfangsbuchstaben, die auch deßwegen punktirt sind, einen Namen aus dem ISten Zahrhw dert: NM V'2W 7VN^) riV' «S'llN ItV IINVA^L und auch Formeln, wie sie im löten Zahrhundm üblich waren, zugleich ist der Name eines sonst bekannten Gelehrten, des Vaters, darauf, nämlich 72 Zunz setzt demnach die Prägung der Münze um 1430, und halt die Abbreviaturen zum Theil für Worte des Gebetbuches, oder für mystische Andeutungen, die er nicht der Prüfung Werth erachtet. Ueber die Entdeckung der Anfangsbuchstaben ist natürlich seitdem kein Zweifel; allein die Erklärung, die Zunz gibt, kann nicht befriedigen, zumal noch Vieles an der Münze ungelöst blieb, und die deutsche Umschreibung (Ann. 1840. S. 157 ), wirmSgenfie noch so viel lesen, durchaus nicht einen faßbaren Sinn darbiete^ auch mit dem Urtert unvereinbar erscheint; namentlich will uns nicht einleuchten, wie so ^8VN'QN Römer? bewahre! davon die Spur, bedeuten könne! So sinnreich auch die Losung der ersten vier Abkürzungen durch die Worte Gebetbuches PM u. s. w. sein mag. so kann man sich kaum vorstellen, wozu sie hieher gesetzt seien, zumal noch mehrere dergleichen einer Lösung harren. UebrigenS legte Zunz wenig Werth auf diese Münze. Mit Recht unternahm eS vr. Loewe, die Inschrift, mit Hülfe der von Zunz gemachten, offenbar unwidersprechiichen Entdeckung, einer abermaligen sorgfältigen Betrachtung zu unterziehen, um ihren geschichtlichen Inhalt zu erkennen. Wahrscheinlich führte ihn noch besonders darauf eine bereits in den ^rekives IsrseUteg 1840 (angeführt in unfern Annale» 1341. S. 200) Ausgedrückte Nermuthung, — welche indeß eben so gut ihm von selbst sich dargeboten haben kann,— daß die Münze auf die Mesfiasbewegung, welche Ascher Lemlein umS Jahr 1SV0, namentlich in Italien, hervorrief, geprägt sein dürfte. Er sucht he« gemäß eine Lösung der Inschrift zu geben, die wiederum zum Theil als sehr gelungen betrachtet werden muß. In dieser Erklärung finden wir folgende Vorbemerkungen jedenfalls treffend: l) daß mehrere dunkele Ausdrücke auS der kabbalistischen Sprache erläutert werden müssen; 2) daß die ersten vier Abkürzungen, richtig gelesen, einen entsprechenden Schriftvert