Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 4 (April 1858)
- Date
- 1858-04-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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RS. Der,,<piRv»»^. Ein Wort über das Verhalten eines Leidtragenden vor dem Begräbnisse. Die Religionsvorschriften, die das Verhalten der Leidtragenden regeln sollten, scheiden die Zeit vor dem Begräbnisse von der Zeit nack demselben. Erst nach dem Begräbnisse soll die Trauer in verschiedenen Abstufungen*) äußerlich hervortreten. Vor dem Begräbnisse aber soll der Leidtragende (in diesem Zeitpunkte „dnen" genannt, d. i. innerlich trauernd^*), während er nach dem Begräbniß „Ode!" heißt, d. i. äußerliche Zeichen der Trauer kundgebend) nur auf die gehörigen Vorbereitungen für die würdige Bestattung seines Todten bedacht sein! Da die Verstorbenen in Grüften^) beigesetzt wurden und während dreier Tage eine Aufsicht über dieselben Statt fand ^***), *) So wird in der S ieben-Taa.-Trauer unterschieden zwischen dem Be» gläbmßtag. ven beiden folgenden und den vier letzten Tagen. BloS am Legrabnißtage die tiefste Trauer. Darum ward das Anlegen der j^LTV die früher bekanntlich, als religiös-nationaler Schmuck einen Thett der jütischen Männertracht ausmachten und daher nicht bloS beim Morgen, Gebet, sondern den ganzen Tag über (vergl. 8ckad 49. Lrudm 95 u. a.a. 0.) Magen wurden, untersagt. *5) Bergt. 87NN. 46, d.ZyI NV'^X ps<uud 55!ä. 23. Doch wird der Leidtragende in anderer Beziehung den ganzen Tag des Begräbnisses als betrachtet. (Vergl. Lvdzcdim 99 ff.?e»ct». 91 u. a. a. 0 ). ***) Vergl. V»tdr. l00. Der Sarg an Einer Seite geössuei. Vas. s, Ler.!9d. Sewaedotd. 8. Dieser Gebrauch scheint auch bei den Heiden üblich Wesen zu s,jn, da man die Erklärung ^ILdtN '2"!*1 MVV Zuzufügen sich veranlaßt fand. Da diese Vorschrifr auffallender Weise auch von Tur und Schulchan M^M NI'lIPN N^ll^N'' aufgeführt wird; so macht der Comamar (ZiV^auch vov angesühn) die Bemerkung, daß diese Auf-