Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 8 (August 1858)
- Date
- 1858-08-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3129675-3129754-3129760--2489-3131003- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
«iMn'tnifMi^ (t. Ganr. sl, aüchdaß bleSetchn'ame der KSntge itt G ärten beigesetzt würben (2 Kön. 2l, und 26>/ Indessen liegt mir nicht der Beweis ob, nachzuweifett / dciß eS' Brauch gewesen seidiS^ Gräber mit Blumen M schmücken,' sondern ' den Widersachern dÄ Gegenbeweis, daß man auS religiöses Rücksichten eS unterlassen habe. Herr Vr. S. tvagt sich auch an diesen Versuch, indem er mit Hinweisung auf v. e. 368, den Beweis führt, ja den besten Beweis gefunden zu haben meint, baß freiwillig nimmer die Bepflauzung der Gräber geschehen sei, weil dort erzählt sein soll, rohe Gewalt habe manchmal dieses erzwungen. Wer nicht auf die'Worte des Meisters schwört und sich die kleine Mühe nimmt / die eitirte Stelle nächzufchlagen, wird staunen über die falsche,' eidlich erhärtete Angabe des Herrn Dr. L. Wortlich heißt eS dort- „So ist selbst die Nutznießung der sogar auf den bern wachsenden Gräser ^-und Früchtbäume km Interesse der^ Gräber gestattet, wenn beispielsweise ei6 mchtisraeM scher, Bich auf den Gräbern weiden läßt/^ abgehalten werden kann, eS sei denn durch ein das Vermögen der Gemeinde übersteigende Ausgabt so bärf man diese Dmge (Gras und Früchte nämlich) verkaufen, um die Graber so zu erhalten oder zu retten aus der Hand des?!ichtiSraeliten, denn das ist zur Ehre der Todten." Und das soll der beste Beweis sein, daß man freiwillig keine Blumen auf die Gräber gepflanzt hebe! . Was soll man zu dieser Art BeweiSführün des Herrn vr H. sagen, der den „vielfach sogenannten Räbblnen" Leichtsinn und Unwissenheit vorwirst? O, fromme Einfalt! — - - ..1 . ' " HI.^'U' -ü'jlü-'ü^k.' -'^ ,'.'!»! .'-1 - Ich gelange endlich gKMch^züm dritten und letzten Grunde gegen das Bepflanzen der Gräber mit Blumen, und dieser ist: die Nachahmung fremder Religionsakte vnIxo O^NTp^. Wieder eine verbrauchte, i^ostete Waffe, mit welcher unsere Frömmlmge gewaltig um sich ' schlagen. Auch vr. S., nicht zufrieden mit dieser Waffe nur gegen die Blumen ans Gräbern zu kämpfet greift bei dieser Gelegenheit auch noch -ändere mißliebige CultuSemrichtungen an. Orgel und Veittsche