Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1858)
- Date
- 1858-02-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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w Rundschau. welche unsere dahingegangene Freundin als eine ächte Tochter Israels m so seltener Weise auszeichneten, bei ihren Kindern verharren, als der Mutter schönstes, kostbarstes Erbe! — L. S. Mit großem Vergnügen hören wir aus WormS, daß die Mädchen- SrziehungSanstalt der Frau vr. Rachel Adler, Wittwe des sel. geist-uad Verdienstvollen vr. A. Adler, qualitativ und quantitativ sich in schönster Blüthe befinde. Möge hierin ferner der trefflichen, vielgeprüften Vorsteherin, welcher jüngst durch den Tod ihres ausgezeichneten Bruders (vr. Hochstadter, vgl. oben) eine neue schwere Prüfung auferlegt wurde, einigen Ersah geboten werden! — Frau vr. Adler ist eine ebenso geistig wie gemächlich ausgezeichnete, feingebildete Dame, und können wir allen israelitische» Eltern, die ihren Töchtern eine gründliche, humane und acht religiöse Erziehung angedeihen lassen wollen, die Anstalt und das HauS der Frau vr. Adler beKeuS empfehlen. Aus Buchau in Württemberg wird uns geschrieben, daß die dortige aufgeklärte Gemeinde im Begriffe stehe, ein musikalisches Jnstrumeat beim öffentlichen Gottesdienste einzuführen und sich den weiteren Reformeu, welche die Rabbiner-Konferenz angebahnt, anzuschließen. -- Der dortige wackere Rabbiner Güldenstein, nach Alzey berufen, ist durch die, iu Wort und That bewiesene Anhänglichkeit seiner bisherigen Gemeinde, dieser erhalten worden. Aus dem Großherzogthum Hessen wird uns gemeldet» daß der iSr. Religionslehrer zu Alten st adt — seinen Namen verschweigen wir, wozu solche Schemen (nicht?OVO an s Licht bringen? — bei emer Leichenrede sich erdreistet habe, Bannstrahlen wider Frauen-Haarscheitel, ein Feuer, wovor selbst orthodore Haarfalschheit entzündet würde, zu schleudern! — Allen Ernstes aber sollten unsere geschätzten Lehrer, derea Mitwirksamkeit am Predigeramte wir stets das Wort eifrig geredet, sich vor Ausschreitungen nach beiden Seiten hin in Acht nehmen, um de» Widersachern des Grundsatzes, daß die Lehrer das Wort Gottes öffentlich verkünden sollen, keine gerechten Gründe für ihre Anficht an die Hand zu geben. — Frömmigkeit und religiösen Sinn im Allgemeinen einschärfen, und auf SpecielleS nur auf dem Gebiete der Sittlichkeit eingehen - VaS scheint uns das Geratenste. — Lehre und Sittengesetz geben ss reichen Stoff, daß daSCeremonialgejetz nur in den allgemein anerkannter» Beziehungen (Sabbathe, Festtage und Gottesdienst) herangrzoge« werden sollte. — Wir hielten diesen wohlgemeinten Wink für unsere Lehrer, bereu hohe Bedeutung zur Pflege des ReligionslebenS in der Gemeinde wir stets gewürdigt haben, hier am Platze.-Von Persönlichkeiten sind wir stets feinv.