Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1858)
- Date
- 1858-02-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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S8 Rsadfcha«. lediglich auf die materiellen Güter und Interessen des Srdenlebens gerichtete« Sinn und Streben! i»Daß dem Verewigten auch die religiös-fitttiche Bildung seinerKLnder am Herzen lag. darüber möge eine Thatsache aus den letzten Tagen seines Lebens als Zeugniß gelten, welche ich hier anzuführen mich gedrungen fihlev Als der Entschlafene die Vorboten des nahen TodeS an fich fühlte und erkannte, da drängte es ihn, zu verordnen und anzuempfehlen, daß doch Fürsorge getroffen werden möge, daß sein jüngstes Kind, ein noch nicht der Schul? entlassener Knabe, ferner noch gründlichen Unterricht erhalte auf dem Gebiete des religiösen Wissens, weil eS ihm, dem Vater, wie er mit Bedauern hinzufügte, nicht gelungen sei, den geliebten Knaben, dem er (wie er bei allen seinen Kindern zu thun pflegte) selbst Religionsunterricht er« theilte> auf die Stufe religiös-wissenschaftlicher Ausbildung zu führen, an welchen er ihn so gerne geleitet wissen möchte. — Gewiß ein entsprechendes Zeugniß für den edlen Sinn des Entschlafenen auch nach dieser Richtung hin.» Such der unterzeichnete Herausgeber d. Bl., welchem der Unvergeßliche als Freund und Gesinnungsgenosse nahe stand, ruft um denselben aus schmerzbewegtem Herzen ein inniges: ^NIN^V d?5l?'"Od!N „Wehe vm die Verkuste, welche schwer zu ersetzen find!» — Unsere jetzige studirende Zugend — wie selten wachsen aus ihr Männer hervor, welche mit dem allgemeinen Wissen spezifisch jüdisches Wissen, das in den Gemeinden immer «och anerkannt und als besondere Zierde gewürdigt wird, vereinigen; welche mit ihrer Abstammung von jüdischen Eltern, von denen sie den Namen als Juden tragen, innige Liebe und Wärme der Begeisterung für den ererbten Glauben verbinden! — Die Meisten verfallen leider bald der materialistischen Richtung; schnöde Gleichgültigkeit, wenn nicht gar feindselige Gesia« uung gegen die Wiedervefestigung eines in würdiger Weise zu reconstruireuden, heimischreligiösen Lebens bezeichnet ihr Denken und Wirken! — Darum müssen wir treffliche Männer, wie unser seliger Hochstädter Einer war, um so inniger und anerkeunungSvoller würdigen, in der Hoffnung, das fich an solchen Musterbildern des Charakters und der Wissenschastlichkeit die Herzen unserer Jünglinge zu edler Nacheiferung entzünden and begeistern!— L. E. lStekrolog.Z Wenn das Verdienst von edlen Männern, welche als öffentliche Charaktere in weiteren Kreisen Segen stifteten," besonderer Anerkennung würdig erscheint, so darf auch das Verdienst edler Frauen, die im engeren Kreise das Licht der reinsten Nächstenliebe und die Leuchte des ächten Judenthums strahlen ließen, nicht ungewürdigt bleiben. — Unser Herz wurde daher nicht minder schmerzlich berührt von dem jüngst erfolgte,, überraschend schnellen Hingange unserer wackeren Freundin, Frau Rosa Marr zu Dingen, in welcher wir eine seltene Frau verloren habe«, die t» Wahrheit verdient als ein Muster ächter Weiblichkeit und höh«