Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1858)
- Date
- 1858-02-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Rseeüstonen ünb Anzeigni. S7 die Demuth, die warme Glaubensinnigkeit, die Ergebung, nahe gelegt. Man könne den Ausscheidenden kein besseres Andenken mit in die Welt geben, als den Satz: „Habet daS göttliche Gesetz stets im Herzen!" „Und wenn es uns gelungen ist,' so schließt der Redner, euch die Schönheit deS Gesetzes getreulich zu schildern, die Erhabenheit der Sittenlehre, die es aufstellt, die Pflichten, welche eS fordert; wenn eS uns gelungen ist, in euch Begeisterung für den edeln Beruf zu wecken, für den Beruf, Organe der Wahrheit zu sein, Werkzeuge des Heils, Urheber und Muster edeler Bestrebungen, Bewahrer deS unschätzbaren Kleinods, Verherrlicher Gottes und des NamenS Israel, könntet ihr wohl je euch freiwillig der Gelegenheit entziehen, den Beweis davon zu geben, wäre es auch noch so schwierig? Nein, wie Saul durch den göttlichen Anhauch plötzlich umgewandelt worden, so wird hoffentlich in euch sich immer ein Geist erneuen, welcher standhast den ehrenvollen Vorsatz verfolgt, standhaft bei jeder Prüfung, die der Beruf fordert, bei allen Opfern, die er auflegt, bei allen Verbindlichkeiten, die er in sich faßt." „An so erhabenem One, in so zahlreicher Versammlung der Gläubigen, an einem der Religion so geweiheten Tage, in einem so feierlichen Augenblicke, wird dies kurze Wort um so machtiger eure Seele durchdringen, als die ausführlichen, oft wiederholten Erinnerungen aus der langen Laufbahn der Schule. Der starke, lebhaste Ruf wird beständig forttönen, wird immerfort widerhallen, und von Herzen zu Herzen sich verbreiten. „So wird Gott, unser Gebet erhörend, euch noch in unfern Tagen würdig machen, daß durch euch die große, alte, trostreiche, unfehlbare Verheißung sich bewähre: Ich werde euch Hirten geben nach meinem Sinne, und sie werden euch weiden mit Verstand und Einsicht" Amen. In der Eröffnungsrede spricht der Prediger zunächst von dem Tho rasest und dessen Bedeutung. „Wenn die andern Feste, fährt er fort, den Geist erheben, daS Gemüth zur Bekehrung, zur Bewunderung, zur Dankbarkeit stimmen, so erweckt daS heutige in euch religiöse Freude, tiefe Rührung. Wer fühlt sich nicht im Innersten bewegt, wenn er wahrnimmt, wie dies Unterpfand deS göttlichen Bundes, welches alle Zeiten, alle Umwälzungen, alle Gefahren, überlebt hat, und immer und überall Gegenstand der Verehrung und der ernstesten Sorgfalt geblieben? Wem treten nicht in die Erinnerung die Scheiterhaufen, die Schlachten, die Verwüstungen, welche dieses siegreiche, unverbrennbare Banner durchzogen, die Ströme, die Meere, die Berge, die Wüsten, die eS überschritten, diese Standarte im Eril seiner traurigen Anhäu-