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Der israelitische Volkslehrer · 1858-02-01 · Heft 2 (Februar 1858) · page 6

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 2 (Februar 1858)
Date
1858-02-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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4, .Synagogen? «. Gebete-Ordnung snr di^ > dieser Synagogen- und Gebete-Ordnung in einzelnen Gemeinde^ der Pfalz geschlagen hat. : » . Da denuncirt man sie als einen Angriff gegen das „Be- . stehende". Man hat sich aber wohlweislich gehütet zu sagen, worin dieses „Bestehende" bestehe; denn man hätte alsdann ja auch, wie wir eben angegeben haben, von einer unantastbaren ^heiligen Unordnung", von unantastbaren „heiligen Sassenltedern", von unantastbaren „heiligen Lügen« sprechen müssen! Gegen dieses »Bestehende" ist diese Synagogenvnd Gebete-Ordnung aber vorzugsweise gerichtet. Dort gibt man sich das Ansehen der Aufklärung und möchte sich gerne in die Reihen der Streiter auf dem protestantischen A i »che n g e hie te stellen, verschweigt aber wiederum, daß eS gerade der von den Rabbinern vertretene Fortschritt auf dem rßligiösen Gebiete ist, gegen den man in verstockter Blindheit ankämpft. ,. Eine wahre Perfidie aber ist es, wenn man das außerhalb stehende Publikum glauben macheu will, daß es sich bei der Einführung dieser Synagogen- und Gebete-Ordnung um einen hierarchischen Gewissenszwang handle, da es, wie bereits angemerkt wurde, ausdrücklich der freien Wahl der einzelnen Gemeinden, uberlassen ist, dieselbe anzunehmen oder abzulehnen. Die neumodische Orthodoxie hat dieses Gespenst der hierarchischen Bestrebungen von Seiten der dem religiösen Fortschritte huldigenden Rabbiner heraufbeschworen, um die Gemeinden damit zu ängstigen; und die Ultra-Reform, die bekanntlich bei aller negirenden Aufgeklärtheit dem Gespenster- und Nichusch-Glauben durchau? nicht unzugänglich ist, bezeugt in ihrer clairvo^avee da5 wirkliche Vorhandensein dieses Gespenstes. Hat man aber auch Lhatsächliche Beweise für diese Verdächtigung beizubringen vermocht? Mit nichten! Wo auch immer in der neuern Zeit ein hierarchischer Zwang hervorgetreten ist, dq waren eS gerade nur solche Rabbiner, die der neuorthodoren Dichtung angehören. aber, die im Dienste der wahren, wirklichen Orthodorie. h. Rechtgläubtgkeit stehen, uyd gerade deßhalb zur Lebensaufgabe haben, alles, waS diese

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