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Der israelitische Volkslehrer · 1858-02-01 · Heft 2 (Februar 1858) · page 2

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 2 (Februar 1858)
Date
1858-02-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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SS Synagogenu. Gebete-Ordnung für die ES ist darum eine ganz schlechte Escamotage, wenn die Neu- Orthodorie vermittelst jenes Ausspruches alle den öffentlichen Gottesdienst betreffenden Verhandlungen, die von den alten wahrlich nicht minder eifrig wie von den neuern Rabbinern gepflogen wurden, alS bloße Spiegelfechtereien, die den eigentlichen Juden gar nicht berühren, dem Publicum insinuiren möchte. DaS Publicum aber, selbst das auf die Stimme dieser neu modischen Orthodoxie horchende, fühlt sehr wohl und sehr richtig, daß eS sich bei dem öffentlichen Gottesdienste um nichts weniger alS um eine Bagatellsache handle; es fühlt, daß in dem OrganiSmuS unseres ReligionSlebenS der öffentliche Gottesdienst gleichsam daS Herz ist, von welchem die erhaltende, belebende Arast ausströmt, um alle Theile dieses Organismus zu durchdringen, daß an den normalen Functionen dieses Herzens in. dem ReligionSköxper des Judenthums darum Alles gelegen ist^ WaS aber wohl diese Neu-Orthodorie zu dieser auffallenden Herabsetzung des öffentlichen Gottesdienstes, zu diesem wahrhaft destructiven Ausspruche bewogen haben mag? Wir wollen unsere Vermuthung hierüber dem geehrten Leser nicht vorenthalten- . Die neumodische Orthodorie erklärt den öffentlichen Gottesdienst a!S nicht zum eigentlichen Judenchume gehörig, weil derselbe mit setner ganzen Einrichtung sich in ihr System nicht einfügen lassen will. Die neumodische Orthodorie erkennt nämlich eine geschichtliche EntWickelung im Judenthume nicht an, ihrist AlleS, waS zum eigentlichen Judenthume gehört, stationär von Sinai her. Der Synagogen-Gottesdienst aber kann sich..solchen heiligen Ursprungs, wie diese Orthodorie meint, nicht rühmen, seine ganze Einrichtung zeigt zu deutlich die, auch durch die spitzfindigste Sophistik nichthinwegzuwischenden, Spuren der Verinderungen, die von Jahrhundert zu Jahrhundert mit ihm vorgenommen wurden; — darum möchte sie den öffentlichen GytteZdienst auS dem Bereiche deS eigentlichen Judenthumes ausschließen und gibt sich die Miene, vornehm herab;ublicken auf die Bestrebungen, die die Herstellung eines würdigen Gottesdienstes, zum Gegenstände haben. .; Von unS wird, in voller Uebereinstiznmung mit der öffentlichen i- LUV

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