Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1858)
- Date
- 1858-02-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Februar j838 «. Synagogen- und Gebete Ordnung für die israelitischen CultuS-Gemeinden der Pfalz. Die neumodische Orthodoxie hat bei dem Anathem, das sie^ über die Konferenz-Beschlüsse der französischen Consistiorial-Rab» tiaer im vorigen Jahre zu verhängen sich veranlaßt fand, den Ausspruch gethan, daß man, ohne irgend an dem offene lichenGotteSd i en ste—natürlich mit Ausnahme des Sabbaths, an welchem die Parascha „Laekor^ („denk' was dir Amalek gethan"> verlesen wird —Theil zu nehmen, dennoch ein guter Zude sein tönne^ und suchte mit diesem Ausspruche die sämmtlichen den öffentlichen Gottesdienst betreffenden Beschlüsse > alS daS Zudenthum nur so nebenbei berührend, darzustellen. Diese neumodische Orthodoxie hat aber in ihrem blinden Eifer übersehen, daß dieser Ausspruch — auch auf ihrem Standpuncte— nur Geltung hat gegenüber dem einzelnen Individuum, nicht aber gegenüber der einzelnen Religionsgemeinde und noch viel weniger gegenüber der Gesammtjudenheit. Die Synagoge, d. h. die öffentliche GotteSverehrung, ist eine Institution des Iudenthumk Lm öffentlicher Gottesdienst, tn welchem Gott gemeinsam geheiligt (XsckSiseb, ^eäuseda), in welchem das GotteS-Wort der Temeinde verkündet wird (Leriatk dattorak), gehört daher zum Wesen einer jüdischen Religionsgemeinde und ist sie ohne denselben gar nicht denkbar. Nun gar eine Gesammtjudenheit,' aus welcher man die Institution der Synagoge hinauSdeeretirt hitte, wäre ein vollständiger Konsense Z VIII. 4