Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 9 (September 1859)
- Date
- 1859-09-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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MuuhMu. . Drum sei dies Denkmal dir geweiht, -,..Fn. beiy^. WrkenS. Stätte! Dei^ Hrah liegt ja von uns so weit, . Daß s man besucht Nur noch einiges aus dessen Leben« Der Sohn eines Lehm«, in Oberdorf, ging er schon in feinem II. Lebensjabr ans die (hohe Schule) in Fürth, wo er nach Art der früheren jüdischen (Talmud- Studirenden,) sehr kümmerlich leben mußte. Es ward auch an ihm, Wie n so vielen andern das Wort der Alten erfüllt N^>O2 blos mit Sch bestreutes Brod zu essen; ewen ganzen Winter hindurch mußte er auf der harten Bank des H-NQN (Lehrzimmers) schlafen, weil er das genagt Schlafgeld für ein Bett nicht aufbringen konnte. In seinem 13. Jabn wurde er Hauslehrer bei dem Juwelier N. A. Oberdorser in Ansbach, wo er bis zum Jahre 1824 verblieb, als ihn die Gemeinde Laupheim zu ihrem Rabbiner wählte. Im Jahre 1826 wurde er zur Synagogen-Einweihung nach Hochberg eingeladen, da er zur damaligen Zeit als ein deutscher Prediger bekannt war (wie aus dem hier deponirten Einladimgsbrief hervorgeht). Im Jahre 1828 trat er in einer gut geschrieben:! Brochüre gegen den Assessor Dr. Weil in Stuttgart auf, wegen des damals beratheueu Gesetzentwurfs über die öffentlichen Verhältnisse und verteidigte baS Mesfias-Dogma des Judenthums. Im Jahre 1835 wurde er von dn israelitischen Oberkirchenbehörde auf das Rabbinat Mergentheim berufen, au welcher Stelle er gleichfalls bis zu seiner Pensionirung vor 4 Zahm segensreich wirkte, nnd w) ihm wohl ebenfalls ein Andenken gewidmet werden wird. Waelder. jZ> Aus Württemberg. In Laupheim wurde am jüngsten 5^ 5>)5>5< das 110jährige Gründungsfest der dortigen Okedra ^aäise^ (Beerdigungs-Genoffenschaft) gefeiert und am gleichen Tag die Gräber ver auf dem dortigen, mit einer neuen Mauer umgebenen Friedhos beerdigten Rabbinen, (Lämle, gestorben 1804, des David Levi, gestorben 1824, des Jacob Kaufmann, gestorben 1853) mit Gittern umzäumt, wozu freiwillige Beiträge gesammelt worden. Die Pietät frommer Herzen schmückte dieselben noch mit Blumen aus, ohne daß von irgend einer Seite her ein Bedenken dagegen erhoben worden wäre. Der dort mit Segen fortwirkende israelitische Gesangverein „Fr0 h si n n," der zu den Sängerfesten Oberschwabens von Jahr zu Jahr eingeladen wird, hat jüngst die Gesangvereine der Umgegend zu sich eingeladen. Es er» schienen sowohl die städtischen von Ulm, Biberach und Ehingen, als 5 ländliche. Es war ein schönes, heiteres Fest, das von allen Honoratioren des OrteS und der Umgegend besucht wurde. Der von hier gebürtige Medicinal-Kandidat Josep RödÄheimer hat nach mit günstigem Erfolg erstandener Staatsprüfung die Ajfistenz-Arztstelle im Paulinevhospital in Stuttgart erhalten.