Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 9 (September 1859)
- Date
- 1859-09-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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/ Rundschau Ä)S »ort, über welches im Frühling die GedLchtnißfeier eingeleitet wurde L^W r>lO' OI^I, wonach das Andenken an große Zeiten, große Thaten und große Männer, als Trager der ersteren, nie aus dem Gedächtniß späterer Generationen weichen soll. Dazu gehört denn auch die Pflicht derjenigen stets in Liebe zu gedenken, die mit uns, für uns und unter uns Gates gewirkt und denjenigen für immer ein treues Andenken im Herzen zu bewahren, die in Auffassung ihres heiligen Berufs eine segensreiche Saat m der Gemeinde ausgestreut haben, die auch für die nachfolgende Generation nicht verloren sein kann. „Ueberzeugt, daß ich nur euern eigenen Gefühleu der Pietät Worte leihe, bin ich gewiß, daß ihr denjenigen ehrwürdigen Mann, der als pflichtgetreuer Seelenhirte ein Iahrzehend lang in eurer Mitte mit Liebe und Sanftmuth gewandelt, gewirkt und gelehrt hat, den Chrenzoll liebevoller Erinnerung nicht schuldig bleiben werdet. Schon ein Viertel Jahrhundert ist es, daß er aus eurer Mitte geschieden, um den gleichen Wirkungskreis in einer andern Gemeinde unseres Vaterlandes (Mergentheim) einzunehmen, und doch ist das Bild des Geschiedenen, jetzt müssen wir hinzusetzen, des Dahingeschiedenen, noch lebhaft in den Erwachsenen unserer Gemeinde; noch heute, ich habe es oft mit. Freuden vernommen, ist die Verehrung für diesen würdigen Diener des Herrn eine unverhohlene, allgemeine. Noch heute hört man Sprüche der Weisheit .-»^57 ^VQ, passende auf das praktische, religiöse und sittliche Leben sich beziehende Spruchworter, Lebensregeln von ihm, die von Mund zu Mund gehen. Von ihm gilt, ohne ruhmredig zu sprechen, jenes prophetische Wort Maleachis (Cap. 2, Z. 7)7 „Die Lehre 5er Wahrheit war in seinem Munde, Krümme fand sich nicht auf seinen Lippen, friedsam und in Geradheit wandelte er und viele hielt er (durch Lehre und Beispiel) von der Sünde ab. Die Lippen dieses Priesters bewahrten Erkenntniß, Belehrung suchte und fand man aus seinem Munde, er war ein treuer Bote des Herrn Zebaoth." Ob das zu viel behauptet? Ihr. Manner und Franen, habt ihn selbst gekannt, er ist unter euch gewandelt. In allen Zweigen seines dienstlichen und pnvatlichen Wirkens, in der Synagoge, Schule, seiner Familie habt ihr ihn als einen tüchtigen, bewährten, den Frieden liebenden und fördernden (^i^ Mann, als einen die Gotteslehre verbreitenden (.-z-jiz^ Gottesdiener kennen gelernt, darum folgte ihm auch bei seinem Scheiden aus hiesiger Gemeinde, darum folgt ihm jetzt bei seinem Scheiden aus diesem Leben Achtung nnd Liebe nach in den Tod. Der Liebe Zoll, der Ehre Schuld, Schmückt neu dein Grab hinieden; Beschieden sei dir Gottes Huld, Verleih' dir HimmelSfrieden. Im Segen bleibt dein Wirken hier, Im Segeu deine Treue; Die That, die zeuget für und für, Zeugt Gutes stets auf's ueue.