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Der israelitische Volkslehrer · 1859-09-01 · Heft 9 (September 1859) · page 35

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 9 (September 1859)
Date
1859-09-01
Page
– (sequence 35)
Language
German
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MmdjHffy. „Mänseli dsseliein daralidirQ^ bezeichnen dürfen. — Um daS Zustandekommen der herrlichen Synagoge, sotvie um die Erhaltung des noch herrlicheren Gemeindefriedens, hat sich unter den Mitgliedern der Gemeinde Trier insbesondere Herr Salomon Allmayer verdient gemacht, emer jener greisen Talmudgelehrten rein milder Gesinnung, wie man sie, wo mau so glücklich ist, sie zu finden, überall ehren, auszeichnen und als Muster den Gläubigen hinstellen soll. - 5^5« w-nO.'i 5t5>- — 'tIVPVN Kommet und ahmet ihnen nach! L. S. * Aus Baden. An die Stelle des verstorbenen Oberraths, Hrn. Fabrik- Inhaber Maßenbach von Bühl ist Herr Bezirks - Aeltester Dreifacher m Emendingen vom Großherzog ernannt worden. Diese Wahl ist eine glückliche. Denn Breisacher ist ein Mann, der mit allgemeiner wissenschaftlicher Bildung gediegene theologische Kenntniß, mit einer freien Anschauung die gemütvollste Anhänglichkeit für das Judenthum verbindet. Breisacher ist ein Mann, der, in seiner Jugend dem orthodoxen Judenthume angehörend, mcht von dem Wellenschlag des materiellen Lebens, sondern durch die eigene Forschung und tiefere Erkenntniß dem Fortschritte huldigte und zu der Zeit der Reformbewegung in Baden ein sehr thätiges und einsichtsvolles Mitglied derselben gewesen. Man darf von ihm viel Heilsames erwarten, er wird sich im Collegium des Oberrathes gewiß entschieden stets für die Reform aussprechen und dafür thatig sein. In Karlsruhe ist nach langem Kampfe die Wahl des SynagogenratheS — im Sinne der Reform, — vom Ministerium bestätigt. Man sieht mit gespannter Erwartung seiner Thätigkeit entgegen. In Mannheim starb neulich die Schwiegermutter des zurückgetretenen österr. Premier-Ministers Grafen Buol Schauenstein, Fr. Fürstin Isenburg, welche als gute fromme Katholikin bekannt, der jüd. Gemeinde 300 fl. testamentarisch überwiesen. Welchen einzelnen Vereinen die Verstorbene die Summe zugedacht, ist noch nicht bekannt. Es erging vorerst nur die Anzeige des Legats an den Vorstand der Gemeinde. Ebenso wurden auch von andern Christen schon mehrmals nicht unbedeutende Legate den isr. Armen übergeben. In dem letzt ausgegebenen Programme des Gr. Lyzeums, wie der höhern Bürgerschule zu Marinheim, lesen wir mit Vergnügen, daß auch der isr. Religionsunterricht unter den Lehrgegeuständen aufgenommen ist, daß er im Lotale erteilt wird und Hr. Stadtrabbiner Praeger unter den Lehrer aufgezählt wird. In beiden Anstalten wird das Religionsbuch des verehrt. RedacteurS „Tora-Umizwa" als Leitfaden angeführt. ES ist jenes Factum um so erfreulicher, als solches früher weder in Mannheim der Fall war, noch sonst in Baden allenthalben besteht. Selbst in der Residenz Carlsruhe muffen die isr. Schüler des Lyzeums zum Religionsunterricht die jüd. Volksschule besuchen. Eine derartige Einrichtung halten wir, als eine ausschließende, für verwerflich, und sollten allenthalben die Rabbinea es sich zur Aufgabe stellen, den Religionsunterricht mindestens

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